Der Hirsch und noch viel mehr

Der Hirsch ist allgegenwärtig: Bauer-Geschäftsführer Oliver Dombrowski (r.) und WOCHE-Redaktionsleiter Marcus Stoimaier kamen bei Christian Ecker im „HirschBauer“ auf ihre Kosten.
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Wie viele Sekunden hat ein Jahr? Bevor Sie jetzt den Taschenrechner zücken, es sind 31.536.000 – man kann also getrost behaupten, dass die Grazer Destillerie Bauer pro Sekunde eines ihrer 32 Millionen kleinen 0,02 Liter-Jägermeisterflascherln verkauft. Nur in Österreich. Diese Relation macht Sie sicher – wir sind nicht nur im Biertrinken europäische Spitze. Das Grazer Traditionsunternehmen hat aber mehr als die Kultmarke mit dem Hirschen-Logo zu bieten. Geschäftsführer Oliver Dombrowski im „Business-Lunch“ über Traditionen, Trends und das Griesviertel.

Herr Dombrowski, wie behutsam muss man, wie innovativ darf man Imagepflege für eine Marke wie Jägermeister betreiben?

Natürlich gibt die Zentrale bestimmte CI-Richtlinien vor. Aber wir haben schon die Freiheit, die Marke österreichischer zu machen. Dazu kommt, dass Jägermeister von Land zu Land ein anderes Image hat. Vielerorts ist es etwa rockiger, in anderen Ländern ist es bei Elektro-Festivals sehr angesagt – in Österreich ist es von allem ein bisschen, dazu kommen noch unsere Veranstaltungen wie der Bauernbundball. Dahingehend gilt es dann natürlich auch das Marketing abzustimmen.

Wie kommt es überhaupt, dass Jägermeister hier in Graz produziert und abgefüllt wird?

Jägermeister hat früher ja durchaus das Image eines Altherrengetränks gehabt. Irgendwann wollte man das halt ändern und expandieren – als erstes war dann der österreichische Markt dran. Und seit Mitte der 1960er-Jahre sind wir der erste Lizenzpartner der Mast Jägermeister SE in Wolfenbüttel. Seit damals wird Jägermeister hier für den österreichischen Markt hergestellt und vertrieben.

Welche Trends gibt’s eigentlich am Destillerie-Markt?

So schnelllebige Trends wie etwa in der Mode gibt’s bei uns natürlich nicht. Aber der Markt ist immer in Bewegung. Momentan ist etwa die Nuss irrsinnig aktuell. Für uns gilt es den Spagat zu schaffen, zwischen guten, teuren Spirituosen und jungen, frischen Sachen. Wir sind da gerne mutig und probieren immer wieder neue Dinge am Markt aus.

Anderes Thema: Wenn ich von Bauer einen Williams-Schnaps kaufe – woher kommen da die Birnen?

Unsere Williamsbirnen kommen zu hundert Prozent aus der Steiermark. Überhaupt kaufen wir das Obst großteils in der Region. Das sind immerhin bis zu 1,5 Millionen Kilo pro Jahr. Für uns gilt eben das Prinzip der kurzen Wege, Frische und natürlich auch der Nachhaltigkeit in der Region.

Der Standort Ihres Betriebes gilt als einer der Grazer Brennpunkte schlechthin – fühlen Sie sich in Gries wohl?

Ja, natürlich. Ich empfinde Gries auch als sehr aufstrebenden Bezirk. Aber natürlich, wo es Sonne gibt, gibt es auch Schatten – Probleme gibt’s allerdings überall. Grundsätzlich sind wir vom Standort in Graz voll überzeugt. Auch persönlich ist Graz einfach meine Lieblingsstadt – ich bin zwar gerne auch einmal in Wien, aber freue mich dann umso mehr, wieder nach Hause zu kommen. Ich mag an der Stadt den mediterranen Einfluss, die fantastische Küche und Graz hat einfach auch die richtige Größe. Außerdem ist es ein toller Wirtschaftsstandort.

Steckbrief:

Name Oliver Dombrowski
Geboren 5. Februar 1978 in Stuttgart
Wohnt in Vasoldsberg
Kam im Alter von 7 Jahren nach Graz und fühlt sich mittlerweile als echter Steirer. „Das erste, das ich mir abgewöhnt habe, war der deutsche Dialekt.“
Hat am BG/BRG Oversee maturiert.
Ist Vater von zwei Buben (mit eineinhalb und sieben Jahren) und in einer langjährigen Beziehung.
In seiner Freizeit verbringt er die meiste Zeit mit seinen Kindern oder geht gerne am Murradweg Rad fahren.
Am Nachtkastl liegt das Handy und der iPad („leider – abschalten kann ich nur schwer“)
Leibgericht: Bouillabaisse. „Die Fischsuppe gibt’s aber nur einmal im Jahr in Frankreich“.

Der Hirsch ist allgegenwärtig: Bauer-Geschäftsführer Oliver Dombrowski (r.) und WOCHE-Redaktionsleiter Marcus Stoimaier kamen bei Christian Ecker im „HirschBauer“ auf ihre Kosten.
Familienmensch: Seine Freizeit verbringt Oliver Dombrowski am liebsten mit seinen Kindern.

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