Ein Grazer Trio treibt die Nachhaltigkeit voran: Businesslunch mit Strateco

Martin Auer-Kellner Fabian hat Christoph Hofer sowie Michael Eder und Stephan Maier (Anm: René Kollmann war fürs Foto verhindert) bewirtet.
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Ressourcen optimal nutzen und die Nachhaltigkeit im Alltag erhöhen: Das sind die Ziele von Strateco.

Der 22. August 2020 wird sich bei den meisten Menschen nicht ins Gedächtnis eingebrannt haben, dabei markiert dieses Datum einen traurigen Punkt. Mit dem sogenannten "Earth Overshoot Day" ist nämlich jährlich jener Tag erreicht, an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Ressourcenreproduktion übersteigt. Die Berechnung erfolgt unter anderem auf Basis des ökologischen Fußabdrucks. Was das alles mit dem Grazer Unternehmen Strateco zu tun hat und wie unsere Welt nachhaltiger gestaltet werden kann, erzählen Stephan Maier, René Kollmann und Michael Eder.

WOCHE: Welche Leistungen bietet Strateco?
Stephan Maier: Es gibt zwei Säulen: Einerseits bewerten wir die ökologische Nachhaltigkeit, indem wir Lebenszyklusanalysen und Nachhaltigkeitsbewertungen von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen durchführen.
René Kollmann: Wir ermitteln dabei den ökologischen Fußabdruck, den CO2-Fußbadruck und das Treibhausgaspotenzial.
Michael Eder: Andererseits entwickeln wir gemeinsam mit Partnern in Regionen, Städten oder Gemeinden Strategien zur optimalen Nutzung von erneuerbaren Ressourcen und erstellen Konzepte, die sich wirtschaftlich rechnen und die Umwelt schützen.

Wie berechnen Sie den ökologischen Fußabdruck und was soll diese Zahl aussagen?
R.K.: Wir wollen mit unserer Art der Bewertung Firmen, Städte, Regionen etc. dabei helfen, ihr Handeln nachhaltiger auszurichten. Dafür verwenden wir den sogenannten "Sustainable Process Index". Er berücksichtigt sämtliche Flächen, die für die Herstellung eines Produkts benötigt werden.
M.E.: Wichtig ist, dass wir immer den gesamten Lebenszyklus, von der Produktion bis zur Entsorgung, betrachten.
S.M.: Man kann so sämtliche Prozesse miteinander vergleichen, da als Maßzahl für Umweltbelastungen am Ende der Berechnung eine "Fläche" mit der Einheit Quadratmeter herauskommt. Sehr oft ergibt sich dann ein großer ökologischer Fußabdruck, was bedeutet, dass der Mensch die die Natur im Rahmen eines Produktionsprozesses überbeansprucht hat.

In welchem Bereich haben Sie diese Berechnung unter anderem angewandt?
M.E.: Wir haben mit unserer Methode beispielsweise die ökologische Nachhaltigkeit von Heizsystemen untersucht. Dabei hat sich gezeigt, welch großes Potenzial im Neubau beziehungsweise mit einer sinnvollen Dämmung und mit dem Umstieg auf erneuerbare Energieträger gehoben werden kann. Berücksichtigt man all diese Möglichkeiten, so lässt sich der ökologische Fußabdruck um über 90 Prozent reduzieren.

Sie haben eingangs auch erwähnt, Regionen in Sachen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu unterstützen.
R.K.: Es geht darum, dass erneuerbare Ressourcen in einer Region oder in einem Stadtteil, optimal eingesetzt werden. Wir führen dazu eine "Prozess Netzwerk Synthese" durch, um zu erheben, welche Ressourcen, etwa Wald oder Abwärme, es in der Gegend gibt.
S.M.: In einem weiteren Schritt erheben wir, wie viel Energie die Region braucht. Im Endeffekt muss dann überlegt werden, mit welchem Angebot die Nachfrage am besten gedeckt werden kann. Da gibt es dann ein Portfolio an möglichen Technologien.

Wie sind die heimischen Regionen aufgestellt?
M.E.: In vielen Regionen gibt es Einzelkämpfer, die nicht miteinander vernetzt sind. Wir schaffen eine Plattform, bringen alle an einen Tisch und versuchen, das Beste für alle rauszuholen, das bedeutet, Synergien zu finden.
R.K.: Es gibt schon zahlreiche Klima-Energiemodell-Regionen, die Themen Nachhaltigkeit und schonender Umgang mit Ressourcen sind aktueller denn je.

Das ist René Kollmann

Geboren am 26.11. 1982 in Graz
Hat in Graz Umweltsystemwissenschaften studiert
Danach war Kollmann am TU-Institut für Prozess- und Partikeltechnik tätig.
Zu seinen Hobbys zählen Skifahren und Freunde treffen.

Das ist Stephan Maier

Geboren am 22. November 1983 in St. Andrä/Lavanttal
Die anderen beiden Strateco-Gründer hat er während des Studiums kennengelernt.
Maier macht in seiner Freizeit Musik, ist begeisterter Radfahrer und reist gerne.

Das ist Michael Eder

Geboren am 31.05.1978 in Feldbach
Wenn er nicht im Unternehmen arbeitet, verbringt er Zeit mit seiner Familie, geht wandern oder spielt Badminton.
In Graz hat für ihn in Umweltbelangen ein Umdenken in eine positive Richtung eingesetzt.

Infos zum Unternehmen

Strateco wurde im Frühjahr 2018 von Stephan Maier, Michael Eder und René Kollmann als Spin-off der TU Graz gegründet.
Das Unternehmen hat sich im Bereich der Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit ebenso einen Namen gemacht wie im Bereich der optimalen Nutzung regionaler erneuerbarer Ressourcen.
Im Rahmen des ersten Schwerpunktes werden u.a. Lebenszyklusanalysen und Nachhaltigkeitsbewertungen von Prozessen und Produkten durchgeführt. Zum Beispiel wurden Heizsysteme ökologisch bewertet und verglichen.
Im Rahmen des zweiten Schwerpunktes geht es um Strategien zur optimalen Nutzung erneuerbarer Ressourcen in ländlichen Regionen und Stadtteilen. Beispielsweise wurden in der Klima- und Energiemodellregion Carnia Rosental verschiedenste Partner zusammengebracht und der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie eingeleitet.
Web: https://www.strat.eco/

Gast & Wirtschaft: Martin Auer Schillerhof

Adresse: Ruckerlberggürtel 24/Plüddemanngasse 2, 8010 Graz
Web:www.martinauer.at
Telefon: 0316 /80 40 65
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 6 bis 19 Uhr, Samstag von 6.30 bis 19 Uhr sowie an Sonntagen von 7 bis 19 Uhr
Beschreibung: "Wir lieben Brot" steht nicht umsonst auf der Homepage. Hochwertige Zutaten gepaart mit handwerklicher Kunst sind Martin Auer wichtig, will er doch dem Brot die Seele zurückgeben. Die zahlreichen Filialen in Graz bieten aber auch weitere Backspezialitäten, dazu unzählige Frühstücksvariationen und kleine Snacks. Der legendäre Schillerhof ist seit 2018 Teil des Auer-Imperiums.
Das Essen: Stephan Maier nutzte die Möglichkeit der verlängerten Frühstückszeiten und wählte die Steirerspeis, Michael Eder entschied sich für eine vegetarische Quiche. Redakteur Christoph Hofer versuchte die Frühstücksvariation "LachsEiei".
Die WOCHE meint: Ob Mittagstisch oder Frühstück: Die Qualität von Martin Auer bleibt am Gaumen haften. Die Speisen schmecken vorzüglich. Dazu kommt die nette Atmosphäre im Schillerhof.

Martin Auer-Kellner Fabian hat Christoph Hofer sowie Michael Eder und Stephan Maier (Anm: René Kollmann war fürs Foto verhindert) bewirtet.

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