Corona-Krise
Erste positive Signale der steirischen Industrie

Vorsichtig optimistisch: Laut IV-Geschäftsführer Gernot Pagger könnte es im zweiten Halbjahr 2021 wirtschaftlich aufwärts gehen.
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  • Vorsichtig optimistisch: Laut IV-Geschäftsführer Gernot Pagger könnte es im zweiten Halbjahr 2021 wirtschaftlich aufwärts gehen.
  • Foto: Kanizaj
  • hochgeladen von Roland Reischl

"Die steirische Industrie ist am Weg zurück." Kurz und knapp und höchst erfreulich ist die Botschaft der steirischen Industriellenvereinigung (IV), die für die kommenden Monate wieder Mut macht.
Denn trotz Krise und schwierigsten Rahmenbedingungen habe man auf den internationalen Märkten intensiv um Aufträge gekämpft, offensichtlich mit Erfolg: Nur 8 Prozent der Unternehmen hatten im November erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, über 25 Prozent prdouzierten hingegen auf Niveau 2019 oder sogar darüber – dies bestätigt eine Umfrage der IV unter ihren Mitgliedern.

Leise Sorge um 2021

Dieses an sich gute Gesamtbild werde so aber leider nicht zu halten sein. Denn rund ein Drittel der Unternehmen rechnet mit Produktionsrückgängen von mehr als 10 Prozent im ersten Quartal 2021. Aber bereits im zweiten Halbjahr sollte es wieder aufwärts gehen, nur mehr 15 Prozent gehen ab Juli von reduzierten Auftragseingängen aus. Hintergrund der optimistischen Einschätzung: In der IV geht man davon aus, dass die Verfügbarkeit eines Impfstoffes in den ersten Monaten des Jahres 2021 dazu führen wird, dass die Reisetätigkeit wieder intensiviert werden und dadurch die Auslastung wieder steigen wird.

Zwei Drittel wollen alle Mitarbeiter halten

In Sachen Beschäftigung gibt es auch einen Silberstreif am Horizont: Immerhin 67 Prozent der Industriebetriebe geben an, ihren Mitarbeiterstand halten zu wollen, weitere 19,6 Prozent wollen sogar neue Leute aufnehmen. Nur rund 13,4 Prozent meinen, dass ein Personalabbau unausweichlich sein wird.

Industrie will fliegen

Eines der größten Produktionshemmnisse derzeit ist die behördlich angeordnete Absonderung von Mitarbeitern. Wegen der zu langen Wartezeiten auf Tests sind bereits 75 Prozent der Unternehmen dazu übergegangen, die Testungen auf eigene Kosten vorzumehmen. "Im Bereich der Testungen der Mitarbeiter wurde enormer Aufwand betrieben und so die öffentlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unterstützt und ergänzt", bekräftigt IV-Geschäftsführer Gernot Pagger.
Und einen großen Wunsch hat Pagger auch noch auf der Liste, weil die eingeschränkte geschäftliche Reisemöglichkeit es den Firmen sehr schwer macht, neue Kunden zu gewinnen oder bestehende zu betreuen: "Unsere dringende Forderung ist es, dass bei Reisewarnungen zwischen geschäftlichen und touristischen Reisen unterschieden wird. Weiters hoffen wir auf die baldige Wiederaufnahme des vollen Linienflugangebots ab Graz, allen voran nach Frankfurt, München und Wien."

Vorsichtig optimistisch: Laut IV-Geschäftsführer Gernot Pagger könnte es im zweiten Halbjahr 2021 wirtschaftlich aufwärts gehen.
Es wird wieder in die Hände gespuckt: Steirische Industrie hofft auf das zweite Halbjahr 2021.

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