Flüchtlinge: WKO Steiermark schnürt Maßnahmenpaket

Angesichts der Flüchtingssituation wird die Wirtschaftskammer Steiermark aktiv und schnürt mit sofortiger Wirkung ein Maßnahmenpaket. Dieses umfasst drei konkrete Pilotprojekte: Erstens die Unterbringung von jugendlichen Flüchtlingen, die in der Steiermark eine Lehre machen wollen, zweitens Eignungstests am WIFI Steiermark und drittens ein eigenes Mentoringprogramm. Prominente heimische Unternehmen wie die Knapp AG oder Remus-Sebring unterstützen das Projekt.
„Die aktuelle Situation fordert alle Bereiche unserer Gesellschaft. Jeder muss seinen Teil der Verantwortung wahrnehmen um die großen Herausforderungen nachhaltig bewältigen zu können“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk.

Junge Flüchtlinge in "Mangelberufen"
Die Maßnahmen richten sich an junge Asylwerber zwischen 18 und 25 Jahren, die bereits eine Grundausbildung im Heimatland absolviert haben, in "periphere" Räume der Steiermark ziehen würden und Interesse für einen "Mangelberuf" (siehe unten) aufweisen. 50 bis 60 Jugendliche, die über den Flüchtlingskoordinator Kurt Kalcher an die WKO vermittelt werden, kommen für die erste Phase der WKO-Maßnahmen in Frage.
Diese jungen Menschen werden in Lehrlingshäusern aufgenommen und lernen Deutsch in Intensivkursen, bis sie über Mentoren (z. B. Lehrlingsausbildner) in verschiedene Berufe hinein schnuppern können. Eine Lehre in einem Mangelberuf ist das Ziel.
Projektinitiatorin Heike Stark-Sittinger aus der Geschäftsleitung der Lehrlingshäuser Betriebsgesellschaft: „Unter den Flüchtlingen befinden sich auch durchaus ,High Potentials‘. Diese benötigen in erster Linie einen Intensivdeutschkurs, um in das duale Ausbildungssystem eingegliedert werden zu können. In dieser Zeit wird der Kontakt mit den Mentoren hergestellt.“

WOCHE Wissen

Als Mangelberuf ist ein Beruf zu verstehen, in dem es laut AMS mehr offene Stellen als Bewerber gibt, etwa Koch, Bäcker oder Einzelhandleskaufmann. Für diese Berufe bekämen Asylwerber auch eine Arbeitserlaubnis, welche für Asylwerber grundsätzlich nicht besteht. Mehr Infos: Fachkräfte in Mangelberufen


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