Gelbes Licht für Murkraftwerk Gratkorn?

Die Diskussionen um das geplante Murkraftwerk in Gratkorn gehen in die zweite Instanz.
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  • Foto: Verbund AG
  • hochgeladen von Lucia Schnabl

Der seit August vorliegende UVP-Bescheid zum Kraftwerk Gratkorn lässt die Wogen hochgehen. Die Bürgerinitiative "Rettet die Mur" bezeichnet den Bescheid als "Kniefall der Umweltbehörde vor der E-Wirtschaft" und auch die Grünen befürchten Auswirkungen auf Grundwasser und Brunnen. Nun hoffe man auf ein Nein des Umweltsenats in Wien.

"Als Bürgermeister stehen für mich die Gratkorner an erster Stelle. Der Bau eines Kraftwerks darf keinesfalls zu negativen Beeinflussungen für die Anrainer am Hartboden führen", so Bürgermeister Kupfer. Der Bescheid sei vor allem aufgrund der vielen noch ungeklärten Fragen beeinsprucht worden. Grundsätzlich stehe man dem Bau eines Kraftwerks jedoch nicht negativ gegenüber. "Zurzeit werden intensive Verhandlungen mit dem Verbund geführt. Es gibt noch sehr viel zu klären, doch es ist Licht am Ende des Tunnels erkennbar."

Der Verbund kann den Vorwurf, der Bescheid würde Widersprüche enthalten, nicht nachvollziehen. "Österreich hat das strengste UVP-Gesetz Europas. Für die Ausarbeitung hat man fast drei Jahre benötigt", so Robert Zechner, regionaler Kommunikationsmanager der Verbund AG.

Bei dem Bau des Kraftwerks Gratkorn handle es sich laut Zechner um ein sinnvolles Projekt. "Österreich befindet sich inmitten einer Energiewende." Die Wasserkraft stelle die einzig ertragreiche Energiequelle für die Steiermark dar. Auch der häufig gemachte Vorwurf, man würde immer nur neue Kraftwerke errichten, stimme nicht. "Allein in die Revitalisierung des Kraftwerks Pernegg wurden 65 Millionen Euro investiert", meint Zechner.

Die positiven Begleiterscheinungen eines Kraftwerks in Gratkorn solle man laut Zechner ebenfalls nicht außer Acht lassen. "Das Kraftwerk würde nicht nur den Jahresstrombedarf von 13.200 Haushalten decken und zu einer Einsparung fossiler Brennstoffe sowie Energieimporte führen, sondern auch Hochwasserschutz bieten. Ein wichtiger Aspekt - vor allem, wenn man an die vielen Kellervernässungen dieses Sommers denkt", so Zechner.

Wo: Am Hartboden, Am Hartboden, 8101 Gratkorn auf Karte anzeigen
Autor:

Lucia Schnabl aus Graz

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