Neuerungen für Neo-Eltern und solche, die es demnächst werden

Neben den vielen gesundheitlichen Aspekten einer Schwangerschaft, stellen sich auch unzählige Fragen zur Karenz und Wiedereinstieg. Die Arbeiterkammer ist dabei eine hilfreiche Anlaufstelle.
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Seit 1. Jänner 2016 ist eine Novelle des Mutterschutzgesetz/Väterkarenzgesetz in Kraft getreten, in diesem Zusammenhang ergeben sich für frisch gebackene Eltern beziehungsweise Eltern in spe einige Änderungen. Die Telefone bei der Arbeiterkammer laufen seit Jahresbeginn jedenfalls heiß, wie Bernadette Pöcheim, Leiterin der Abteilung für Frauen und Gleichstellung zu berichten weiß: "Besonders viele Anfragen erreichen uns zur neu geregelten Arbeitszeit bei Teilzeitbeschäftigung."

Elternteilzeit: Neue Bandbreite bei Arbeitszeit

Bis dato galten lediglich zwei Voraussetzungen für die Inanspruchnahme einer Teilzeitbeschäftigung nach der Geburt eines Kindes:
-> Zum Zeitpunkt des Antritts müssen die Arbeitnehmer in einem Betrieb mit mehr als 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sein und
-> ihr Arbeitsverhältnis muss ununterbrochen drei Jahre gedauert haben.

Ab sofort gilt darüber hinaus auch eine Bandbreite bei der Arbeitszeitverkürzung als dritte Voraussetzung. Demnach muss bei der Elternteilzeit die Arbeit um zumindest 20 Prozent der wöchentlichen Normalarbeitszeit reduziert werden. Außerdem gilt als Untergrenze eine Mindestarbeitszeit von mindestens zwölf Stunden pro Woche. Umgerechnet bedeutet das, dass bei einer Ausgangsbasis von 40-Wochenstunden mindestens 12 und maximal 32 Stunden gearbeitet werden können.
Natürlich kann jede und jeder auch Vereinbarungen außerhalb dieser Bandbreite treffen. Allerdings besteht darauf kein Rechtsanspruch. Kündigungs- und Entlassungsschutz gelten jedoch auf alle Fälle.

"Der Stichtag für diese neue Regelung ist übrigens der 1.1.2016. Eltern, deren Kinder ab diesem Zeitpunkt geboren sind, haben Anspruch auf die neue Elternteilzeit", betont Pöcheim.

Weitere Änderungen

Die Novelle sieht außerdem auch noch neue Bestimmungen für Pflegeeltern (Rechtsanspruch auf Karenz und Elternteilzeit), einen Kündigungs- und Entlassungsschutz nach einer Fehlgeburt sowie einen Karenzanspruch für gleichgeschlechtliche Paare vor. Darüber hinaus gilt ab sofort auch für freie Dienstnehmerinnen der Mutterschutz und der zweite Meldezeitpunkt für Elternkarenz wurde gesetzlich vereinbart.
Detaillierte Informationen zu diesen Neuerungen gibt es hier.

Die Arbeiterkammer Steiermark lädt am Mittwoch, den 20. Jänner 2016, übrigens zu einem Info-Frühstück, bei dem sämtliche Fragen rund um Mutterschutz, Karenz, Kinderbetreuung und Wiedereinstieg geklärt werden können:
Mittwoch, 20. Jänner
Beginn: 9.30 Uhr
Arbeiterkammer Graz
Kammersaal
Strauchergasse 32
8020 Graz

Neben den vielen gesundheitlichen Aspekten einer Schwangerschaft, stellen sich auch unzählige Fragen zur Karenz und Wiedereinstieg. Die Arbeiterkammer ist dabei eine hilfreiche Anlaufstelle.
"Die Neuerungen bei der Elternteilzeit gelten für Geburten ab dem 1.1. 2016", erklärt die AK-Frauenbeauftragte Bernadette Pöcheim.
Autor:

Andrea Sittinger aus Graz

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