SCOOP & SPOON: Im Grazer "Speedboat" die Welt erobern

Tolles Ambiente, gutes Essen: Michael Ksela (l.) und Marcus Stoimaier wurden im Nullneun von Kathi Exel & Co. toll bewirtet.
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Unternehmen mit Weltformat aus Graz – eines davon ist zweifellos SCOOP & SPOON. Die Spezialisten für Marketing- und Kommunikationstechnologien bespielen das ganz große internationale Klavier, arbeiten mit Unternehmen wie Red Bull oder Apple. Ein Büro unterhält man am hippen Soho Square in London, eines in Wien – das Herz schlägt aber in Graz-Liebenau. Wir trafen Mastermind und Geschäftsführer Michael Ksela für einen "Business-Lunch" im "Nullneun".

WOCHE: Herr Ksela, was macht eigentlich gutes Marketing aus?

Michael Ksela: Dass es die zeigemäßen Tools nutzt – heutzutage also, dass man es vor allem versteht, die digitalen Elemente einzusetzen. Wir erleben heute ja quasi eine Renaissance des Marketings. Vor zehn Jahren hat es noch relativ wenig Stellgrößen gegeben, um ein Unternehmen zu unterstützen. Heute gibt es unzählige Elemente, mit denen ich den Austauschprozess zwischen Unternehmen und Kunden steuern kann.

Wie sehen Sie die österreichischen Unternehmen auf diese neuen Marktbedingungen vorbereitet? Sie haben ja auch den Vergleich mit Großbritannien …

Ich glaube schon, dass Österreich einen Aufholbedarf gegenüber Großbritannien hat. Dort geht’s wirklich darum, wie bespielt man diese komplexen digitalen Systeme, während in Österreich noch über den Bau dieser Systeme nachgedacht wird. Wobei ich dennoch glaube, dass die Österreicher aufgrund ihrer integrierten Denkweise sich nicht zu scheuen brauchen, diese Systeme anzuwenden.

Sie haben Ihr Unternehmen vor mittlerweile elf Jahren gegründet. Wie behauptet man sich so lange erfolgreich auf so einem dynamischen Markt?

Indem man sich auf Trainingslager begibt – indem wir nach London gegangen sind. Ich glaube, das war einer der wichtigsten Schritte überhaupt. Für österreichische Verhältnisse haben wir schon davor eine gute Performance gehabt, aber London ist eben der umkämpfteste Marketingmarkt der Welt – wer dort besteht, wird überall auf der Welt bestehen können. Wir haben also all unsere Prozesse auf London ausgerichtet und dadurch sind wir in Österreich wettbewerbsfähig geblieben.

Auf Ihrer Website bedienen Sie auch den Vergleich mit einem Speedboat …

Wir sind letztlich nur 70 Leute – und das ist für Londoner Verhältnisse schon klein, eben ein Speedboat. Und da ist auch wieder der Vorteil der angesprochenen Integration – englische Unternehmen schaffen die Grenzüberschreitungen zwischen Marketing, Design und Technologie nicht. Das ist für englische Kunden, die dann mit uns arbeiten, manchmal sehr überraschend.

Sie haben mit vielen renommierten Unternehmen gearbeitet. Was wären Projekte, die Sie noch reizen würden?

Ich würde gern mehr so Projekte mit Red Bull machen, die Mercedes Tennis App – das war einfach großartig, wir haben in Echtzeit gestreamt. Am Sonntag haben wir gelauncht und eine Woche später zwei Millionen Views gehabt. Also Projekte, die sehr innovationsgetrieben sind, die Gratwanderungen sind – die machen mir Spaß.

Wie beurteilen Sie den Wirtschaftsstandort Graz?

Sehr gut – durch die Fachhochschulen und die TU haben wir ein hervorragendes technisches Umfeld. Und wir bekommen zusätzlich top ausgebildete Mitarbeiter aus den südlichen Nachbarländern. Dazu ist Graz natürlich eine äußerst lebenswerte Stadt. Das ist einfach Fakt.

Das ist SCOOP & SPOON

Gegründet: 2005
Geschäftsführer: Michael Ksela
Mitarbeiter: 70
Standorte: Graz (40 Mitarbeiter), Wien (20), London (10)
Internationale Erfolge: Nominierungen für den "Dadi Award" und "Drum Dream Award" in London, Gewinner des "Lovie Award" und "Webby Award" in New York u.v.m.
Kunden (Auswahl): Helmut-List-Halle, AVL, Hotel Sacher, The Landmark Hotel London, The Lancaster London, Peugeot, Mercedes Cup Stuttgart, Vinoble Cosmetics, Pachleitner Schmuck, Steiermark Tourismus, Toni Mörwald …

Steckbrief Michael Ksela

Geboren am 15. März 1960 in Graz.
Hat am BG Pestalozzi maturiert und danach in Graz Wirtschaft-Maschinenbau studiert.
Ist verheiratet mit Sabine Ksela-Pachleitner und Vater von zwei Kindern – Alexander (23) und Hannah (15).
War neun Jahre lang Marketingleiter für die Steirerbrau (und zeichnete da etwa verantwortlich für den preisgekrönten Gösser-Spot), danach neun Jahre Marketingleiter bei der AVL – ist nach wie vor Unternehmenssprecher der AVL und Geschäftsführer der AVL Cultural Foundation GmbH.
In seiner Freizeit setzt er sich am liebsten auf sein Mountainbike und fährt damit meist auf den Schöckl, die Platte oder einfach eine Runde durch den Leechwald.
Sein Lieblingsurlaubsziel hat meist auch mit Mountainbiken zu tun: "Leogang oder Ibiza zu Ostern sind dafür herrliche Destinationen."
Hat sich schon immer für Marketing interessiert. "Ein anderer Beruf ist für mich nie in Frage gekommen. Als ich mit dem Studium angefangen habe, waren wir da genau fünf Leute."

Tolles Ambiente, gutes Essen: Michael Ksela (l.) und Marcus Stoimaier wurden im Nullneun von Kathi Exel & Co. toll bewirtet.
Doyen der heimischen Marketingszene und Familienvater: Michael Ksela

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