Steirisches Auge für McDonald’s

Was haben Pommes frites, kanadische Heidelbeeren und das US-Militär gemeinsam? Die Antwort darauf lautet: das „chemische Auge“ von Insort (Feldbach), einer gemeinsamen Tochter des Engineering-Unternehmens Infruits AG und des Sensorik-Spezialisten EVK. Das „Auge“ erkennt unerwünschte Eigenschaften bei unterschiedlichsten Lebensmittel aufgrund der chemischen Zusammensetzung. So zum Beispiel bei Erdäpfeln, hier sorgen nämlich Zuckeranreicherungen dafür, dass Pommes frites beim Frittieren schwarz werden.

Eine höchst unerwünschte Eigenschaft, darum hat man bei Insort nun den sogenannten „Sugar End Remover“ entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Maschine, die mit speziellen Kamerachips ausgerüstet ist, die ihren Ursprung in der US-Militärtechnologie haben. Sie erkennen den erhöhten Zuckergehalt und „kicken“ die betroffenen Erdäpfel vom Laufband – Mitarbeiter schneiden die Teile dann ab. Mittlerweile ist das System bereits im Einsatz, und zwar bei Frisch & Frost. Das niederösterreichische Unternehmen liefert unter anderem Pommes frites für McDonald’s in mehrere europäische Länder.

Der „Sugar End Remover“ ist aber nur eine von vielen Einsatzmöglichkeiten, betont Insort-Geschäftsführer Matthias Jeindl: „Es gibt noch zahlreiche andere Gebiete.“ Eines davon wird künftig in Japan sein. Im Land der aufgehenden Sonne hat man nun nämlich eine weitere Innovation des steirischen Unternehmens gekauft, den „Freefall Sorter“. Die Maschine sortiert bzw. bläst durch Stiele oder Blattreste verunreinigte Heidelbeeren aus. Damit spart man sich den Umweg über China, wo die aus Kanada stammenden Heidelbeeren für den japanischen Markt bis jetzt händisch aussortiert wurden.

Globalisierung par excellence, die auch hierzulande Anerkennung findet. Bei der dieswöchigen Verleihung des „Tech for Taste“-Awards des steirischen Lebensmittelclusters – dieser hat das Projekt gemeinsam mit der SFG unterstützt – ist der „Zuckerenden-Entferner“ ganz vorn mit dabei. Landesrat Christian Buchmann sieht sich in seiner Wirtschaftsphilosophie bestätigt: „Innovationen sind eine wichtige Grundlage für Exporterfolge. Und Exportwachstum schafft vor allem auch neue und qualifizierte Arbeitsplätze in der Steiermark.“

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