Tipps der Profis: Krisenmanagement für Jungunternehmen

Zusammenhalt ist in Krisenzeiten wichtig.
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In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen junge Unternehmen Krisen richtig managen.

Die aktuelle und dramatische Lage hat in den vergangenen Tagen und Stunden zu massiven Einschränkungen in jedermanns Leben geführt. Für Unternehmer ist diese Situation eine besondere Herausforderung, der man mit Bedacht, Geschick und Strategie entgegentreten muss. Für Jungunternehmen ist die Situation oft noch schwieriger, da Krisenpläne meist nicht oder noch nicht in der Tiefe vorliegen und finanzielle wie personelle Ressourcen fehlen. Natürlich gelten auch für Jungunternehmen die von der Regierung verordneten Maßnahmen zum Schutz der eigenen sowie der allgemeinen Gesundheit. Davon abgesehen gilt es nun, eigene Strategien zur Bewältigung der Krise zu erarbeiten. Dazu geben Experten folgende Tipps:

1. Überblick verschaffen

Hierbei geht es darum, Fragen zum eigenen Unternehmen in Bezug auf die aktuelle Krise zu stellen und zu beantworten. Wichtig dabei ist zu visualisieren, wie und wo das eigene Unternehmen in Bezug auf dessen Umfeld in dieser Krise steht. Dies lässt sich unter anderem mit einer Stakeholder- beziehungsweise Umfeldanalyse erarbeiten.

2. Kommunikation

Nach oder mit der Erstellung einer ersten Umfeldanalyse und der Erarbeitung eines Krisenszenarios für das eigene Unternehmen sind im ersten Schritt jedenfalls Teilhaber oder Kapitalgeber über die neue Situation zu informieren. Ein nächster wichtiger Schritt ist die Aufnahme der direkten Kommunikation mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten. Dabei gilt es abzuklären, wie die wichtigsten Stakeholder von der Krise betroffen sind, wie diese damit umgehen und welche Auswirkungen dies auf das Unternehmen hat.

3. Strategie

Aus der Umfeldanalyse und der direkten Kommunikation mit den essentiellen Share- und Stakeholdern haben Sie die Möglichkeit, eine erste Einschätzung zu treffen, inwiefern ihr Unternehmen direkt oder indirekt von der Krise bedroht ist. Je nach Einschätzung ist nun eine Krisenstrategie mit entsprechenden Maßnahmen zu erarbeiten. Stimmen Sie diese jedenfalls mit Ihren wichtigsten Partnern und/oder Teilhabern ab.

3. Umsetzung

Aus der Krisenstrategie lassen sich nun Verantwortlichkeiten und Arbeitspakete an Mitarbeiter, Teams oder Partner übertragen. Je nach Betriebsgröße werden nicht alle Maßnahmen selbst in der vorgesehenen Zeit umgesetzt werden können. Unternehmensleiter benötigen außerdem Zeit für Controlling-Aufgaben und die laufende Anpassung der Krisenstrategie.

4. Controlling.

Dieses muss noch engmaschiger durchgeführt werden als unter normalen Umständen. Es gilt darauf zu achten, dass übertragene Aufgaben aus der Krisenstrategie zeitgemäß ausgeführt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt es dem Cashflow zu widmen. Das Gespräch mit Teilhabern und Kapitalgebern (Investor oder Bank) muss frühzeitig gesucht werden, um die Bereitschaft von Überbrückungsfinanzierungen zu eruieren. Nicht notwendige Investitionen sollten aufgeschoben werden. Wichtig ist es auch, am Laufenden bezüglich staatlicher Unterstützung zu bleiben und lieber einen Antrag zu viel als einen zu wenig zu stellen (Stundungen, Zuschüsse etc.). Essenziell ist es, mit den wichtigsten Stakeholdern durchgehend in engem Kontakt zu bleiben.

Helfen lassen

Unterstützung erhalten Jungunternehmer in solch schwierigen Zeiten von Experten wie Wirtschaftsberatern. Auch die Berater der Increstment GmbH unterstützen junge Unternehmen beim Krisenmanagement und stehen telefonisch wie auch per Mail für Fragen zur Verfügung.


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Autor:

Stefan Haller aus Graz

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