Volle Fahrt voraus: Steirische Konjunktur zieht nach mauen Jahren wieder richtig an

Freuen sich über die besten Konjukturdaten seit vielen Jahren: Karl-Heinz Dernoscheg, Josef Herk
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"Das Wetter passt sich scheinbar der heimischen Konjunktur an", so der einhellige Tenor zum Auftakt der Präsentation des steirischen Wirtschaftsbarometers bei strahlendem Sonnenschein in den Räumlichkeiten der WKO. Und tatsächlich, bei einem Blick auf die gesammelten Daten erhellen sich die Mienen von WKO-Steiermark Präsident Josef Herk und WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Kein Wunder, zeigen doch erstmals seit vielen Jahren wieder alle Konjunkturpfeile nach oben.

Über 700 befragte Unternehmen

Insgesamt 706 steirische Unternehmer haben an dieser großen Umfrage teilgenommen. "Sie spiegelt sämtliche Branchen, Regionen und Betriebsgrößen, vom Kleinst- bis zum Großbetrieb, wider und lässt darüber hinaus auch einen Vergleich mit bundesweiten Daten zu", erklärt Dernoscheg.
Das Bild ist jedenfalls eindeutig: "Die Wirtschaft nimmt nach zehn mageren Jahren endlich wieder Fahrt auf, die Trends von der Herbstumfrage haben sich bestätigt", so Herk. Diese wieder zu spürende Dynamik manifestiert sich in allen Bereichen: von Umsatz, Auftragslage, Preise, Investitionen, Beschäftigung bis zum Export.

Positiver Ausblick in allen Bereichen

Im Bereich des Gesamtumsatzes verzeichnen beeindruckende 63,1 Prozent der befragten Unternehmen einen Anstieg in den vergangenen zwölf Monaten, 18,3 Prozent einen Rückgang. Der daraus resultierende Saldo von 44,7 Prozentpunkten hat sich somit gegenüber dem Herbst 2016 mehr als verdoppelt. Auch bei der Auftragslage können weiß-grüne Unternehmer aufatmen, der Saldo liegt in diesem Fall bei 29,2 Prozentpunkten. "Schön zu sehen ist auch, dass sich die Investitionsbereitschaft der steirischen Unternehmen wieder erhöht hat", freut sich Herz. Ein Folgeeffekt: "Wo wieder kräftig investiert wird, steigt auch die Beschäftigung." So zeigt sich anhand der Umfrage, dass beinahe jeder dritte Betrieb in den kommenden zwölf Monaten von einem Anstieg seiner Beschäftigtenzahl ausgeht, während nur 7,5 Prozent mit einem Rückgang rechnen.

Steiermark als Primus

Richtig aussagekräftig wird das Zahlenwerk vor allem auch bei einem gleichzeitigen Blick auf die Konjunktureinschätzung im restlichen Österreich. So zeigt sich, dass die Steiermark fast überall eine Top-Position einnimmt. Lediglich bei den zu erwartenden Preisen liegen die Steirer etwas darunter, ansonsten in allen Kategorien über dem Schnitt. "Erfreulich ist zudem, dass wir in allen steirischen Regionen eine gewissen Dynamik verzeichnen. Im Bezug auf die kommenden zwölf Monate zeigen sich insbesondere die Unternehmen im Großraum Graz, im Murtal und in der Oststeiermark optimistisch gestimmt", erläutert Dernoscheg.

Appell an die Politik

Alles eitel Wonne also? "Damit sich die Konjunktur weiterhin so positiv entwickeln kann, braucht es rasch wieder eine handlungsfährige Regierung. Das Ziel muss sein, nach der Wahl am 15. Oktober so rasch als möglich anzupacken", sagt Herk, der im selben Atemzug betont, dass "die jetzt so positiven Zahlen nicht wegen, sondern trotz der Politik so gut aussehen." In diesem Zusammenhang wünschen sich beide, dass der Faktor Arbeit weiter entlastet wird. "Die Lohnnebenkosten müssen sinken, Arbeitszeiten flexibler und Bagatellsteuern ersatzlos gestrichen werden. Es darf nicht bei Vorhaben bleiben, es muss die Umsetzung gewährleistet werden, damit wir weiterhin konkurrenzfähig bleiben."

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