Zuversichtlich
"Wir freuen uns schon wieder auf den persönlichen Kontakt", sagt Volksbank-Chefin Regina Ovesny-Straka

"Es wird die Welt verändern, aber es wird auch viel Positives geben", meint Regina Ovesny-Straka (Volksbank Steiermark).
  • "Es wird die Welt verändern, aber es wird auch viel Positives geben", meint Regina Ovesny-Straka (Volksbank Steiermark).
  • Foto: Volksbank Steiermark
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Harte Zeiten, auch für Banken. Wir haben Volksbank-Chefin Regina Ovesny-Straka zum (virtuellen) Interview gebeten.

Wie gehen Sie ganz persönlich mit der Situation um, wie führen Sie Ihre Mitarbeiter?
Als Vorstand nehmen wir die aktuelle Krise sehr ernst. Für uns sind zwei Themen ganz wichtig; der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter und der unserer Kunden und eine klare und transparente Kommunikation. Beides muss gespürt werden und ankommen. Wir haben bereits in unserer Hauptanstalt und im Vertrieb intensiv Remote-Work im Einsatz. Unsere Filialen schützen wir mit Glasschutzwänden im Schalterbereich und natürlich gibt es viele kleine Einzelmaßnahmen, die unseren Mitarbeiter in der derzeitige Situation Sicherheit geben sollen.

Viele Menschen sind in Sorge, ob genug Bargeld vorhanden ist? Können Sie da beruhigen?
Unsere Kunden brauchen keine Sorge zu haben, ob sie in den nächsten Wochen zu Bargeld kommen. Als Bank haben wir den ausdrücklichen Auftrag, die Bargeldversorgung für unsere Kunden sicherzustellen. Es ist daher auch nicht notwendig große Bargeldbeträge zu Hause zu haben. Wir empfehlen unseren Kunden vor allem zu ihrem eigenen Schutz Kreditkarte und Homebanking zu nützen. Kunden, die unbedingt Bargeld in der Filiale beheben müssen, bitten wir den nötigen Sicherheitsabstand zu halten. Wir hoffen, dass gerade um den 1.4. unsere älteren Kunden nicht wie üblich ihre Pensionen beheben werden, wie gesagt zu ihrem eigenen Schutz.

Wie sieht es mit den Krediten aus? Kann man Kunden da jetzt entgegenkommen?
Als Volksbank sehen wir uns ja als Hausbank für Unternehmerinnen und Unternehmer. Damit ist es völlig klar, dass wir gerade in schwierigen Zeiten zu unseren Kunden stehen müssen. Die staatlichen Förderungen werden hier einen großen Beitrag leisten. Derzeit sind die Richtlinien noch nicht bekannt, wir müssen daher unsere Kunden um Geduld bitten, was jetzt besonders hart ist. Bei Stundungen werden wir unseren Kunden so weit als nur möglich entgegenkommen. Wir bitten unsere Kunden, sich mit ihren Anliegen an ihren Berater zu wenden.

Denkt man über neue Finanzierungsformen (Übebrückungen, Starthilfen, Wiederaufbau …) nach?
Es wird sicherlich notwendig sein, Überbrückungsfinanzierungen anzubieten beziehungsweise Kontorahmen zu erhöhen. Auch hier gilt, dass die staatlichen Förderungen ein Teil der Lösung sein werden und unsere Berater den Kunden zur Verfügung stehen. Den Wiederaufbau werden wir nach der Krise sehr gerne unterstützen.

Wie läuft derzeit das Kundenservice ab?
Alle Dienstleistungen der Volksbank stehen unverändert zur Verfügung, es gelten auch die regulären Kassaöffnungszeiten. Wichtig für unsere Kunden ist zu wissen, dass wir als Hausbank auch von Zuhause aus erreichbar sind. Es sind fast alle dringenden Dienstleistungen Online, über die SB-Geräte oder über unser Kundenservice-Center durchführbar. Beratungsgespräche führen wir gerne auch telefonisch durch und wenn wirklich unaufschiebbar, auch in unseren Filialen.

Wie wird bei Fragen zum Online-Banking geholfen?
Entweder telefonisch über den persönlichen Berater, oder telefonisch über unser Kundenservice-Center Montag bis Freitag, von 7.30 bis 18.00 Uhr unter +43(0)50 901-1199.

Kann man jetzt ins Online-Banking einsteigen, wenn man da noch keinen Zugang hat?
Ja natürlich. Auch hier helfen Berater oder unser Kundenservice-Center weiter, ein Zugang kann auch jetzt ermöglicht werden.

Was planen Sie für die Zeit nach der Krise?
Wir glauben, dass die Krise unsere Welt grundsätzlich verändern wird. Wir sind überzeugt, dass es hier wie immer große Chancen und sehr viele positiven Aspekte geben wird, die wir jetzt noch nicht sehen. Planen ist momentan sehr schwierig, eines ist sicher, wir werden feiern, dass wir uns wieder persönlich treffen können und das ohne Abstand zu halten.

Autor:

Roland Reischl aus Graz

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