15.11.2017, 21:50 Uhr

Neurodermitis: - Hitze und Feuchtigkeit ausleiten

Neurodermitis, nässende Ausschläge bzw. mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, sind eindeutig ein Zeichen für zuviel Feuchtigkeit im Körper. Rötungen der Haut sind ein Zeichen für Hitze. (rot= Feuer) Die Feuchtigkeit will den Körper verlassen und wählt die Haut aus. Es ist allgemein bekannt, dass Medikamente wie Antihistamine, Cortison, Antiallergika die Symtome nur unterdrücken, da sie nur körperlich behandelt werden und nicht als Gesamtbild von Körper und Seele.
Bei der Entstehung von Neurodermitis spielen viele Faktoren eine Rolle und verschiedene Funktionskreise sind beteiligt. Alle diese sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb kann der Versuch, Neurodermitis zu lindern, nur gelingen, wenn möglichst viele Ebenen berücksichtigt werden.

Meist auslösende Faktoren sind ein schwaches Milz-Qi bei Neurodermitis. Die angeborene Konstitution (chin. „Jing“, westl. „Gene) oder eine erworbene Schwäche von Milz und Magen kann zu der Entstehung von Feuchter Hitze im Körper führen.
Z.B. durch falsche Ernährung (zu süß, zu fett). Ein schwaches Milz-Qi bedeutet eine mangelhafte Verdauungskraft bzw. Umwandlungskraft von körperfremden in körpereigene Stoffe. Der Stoffwechsel funktioniert nicht optimal, die Nahrung wird nicht ausreichend umgesetzt und Feuchtigkeit (westl. „Schlacken“) bleiben im Körper zurück.
Symptome für ein schwaches Milz-Qi:

Verdauungsprobleme, häufige Müdigkeit, Heißhunger auf Süßes, breiiger Stuhlgang, Anfälligkeit für Pilzerkrankungen, Ödeme, häufige Erkältungen, …
Der Magen profitiert von regelmäßigem warmem und saftigem Essen. Das hilft ihm, seiner Aufgabe als Quelle der Körpersäfte nachzukommen.

Umsetzung in der Praxis Getränke:
Morgens Heißes Wasser, verdauungsfördernde Tees, Kompottsäfte, Bei Säfte- bzw. Blutmangel: Rote-Rüben-Saft, Roter Traubensaft, mit heißem Wasser verdünnt.

Für besseren Schlaf (Herz): Blütentees wie Melissentee, Lavendelblütentee, Rosenblütentee, ..

Bewährte Teemischung zum Ausleiten.Stiefmütterchenkraut, Klettenwurzel, 
Löwenzahnblätter und -wurzel, Erdrauch: leitet Feuchte Hitze aus dem Blut aus, wird bei Leber- und Gallenproblemen empfohlen und Birkenblätter: sehr ausleitend, unterstützt die anderen Kräuter bei diesem Prozess

Aus all diesen Kräutern (jeweils 9–15 Gramm pro Kraut, vom Löwenzahn 30–50 Gramm).
Auskochung der Kräuter, das heißt zuerst in kaltem Wasser 20 Minuten ansetzen, dann aufkochen, 20 Minuten köcheln lassen, abgießen, dieselben Kräuter mit heißem Wasser aufgießen und nochmals 20 Minuten köcheln lassen, danach zum ersten Sud dazugießen.

Menge des Wassers nach Gefühl, die Menge der Kräuter (=Wirkung!!!) ist entscheident.
Man kann eine ausgekochte "Kräuterverschreibung" mit 0,1 Liter oder mit 1 Liter einnehmen. Schluckweise trinken, am besten tagsüber.
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