24.01.2018, 06:30 Uhr

Opernredoute: Wo getanzt, gelacht und geliebt wird

Alles Walzer! Bernd Pürcher lädt zur 20. Opernredoute in die Grazer Oper. (Foto: Jorj Konstantinov)

Bernd Pürcher auf einem Streifzug durch "seine" Oper mit einem Rückblick auf 19 Jahre Opernredoute.

Nur noch drei Mal schlafen bis zum Jubiläum: Bernd Pürcher ist seit der ersten Opernredoute im Jahr 1999 dabei, seit 2000 ist er als Organisator tätig, lange Zeit mit Michael Tomec. Das dritte Jahr liegt der Ball der Bälle nun in seiner Alleinverantwortung. Im Vorfeld der Jubiläumsredoute führte Bernd Pürcher die WOCHE durch die Oper und plauderte schon fast vergessene Geschichten aus.

Hohe Promidichte

"Natürlich ist die Opernredoute Teil meines Lebens", erzählt der gebürtige Schladminger, der 1996 im damaligen Veranstaltungsreferat der Vereinigten Bühnen begonnen hat. "Es ist der gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres und schön zu sehen, wie sich die Opernredoute entwickelt hat. Ihre lokale, aber auch nationale und internationale Bedeutung ist nicht zu leugnen", freut sich Pürcher über viele heimische und ausländische Gäste. Bürgermeister Siegfried Nagl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Opus, Landtagspräsidentin Bettina Vollath und viele weitere: Die Opernredoute-Gästeliste ist lang. "2000 hat Jörg Haider mit Landeshauptfrau Waltraud Klasnic getanzt und man munkelte, dass das ein Vorzeichen für die Koalitionsgespräche war." Auch an den Besuch von Dagmar Koller und dem damaligen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk erinnert sich der Redoute-Chef gerne. "Es war wirklich sehr lustig, weil der damalige Conférencier Alfons Haider in einem Kabarett Dagmar Koller spielte und wir dann auf der Bühne Koller und Koller hatten."

Lustige Schreckmomente

Für Pürcher beginnt der Tag der Opernredoute bereits um neun Uhr morgens und endet am nächsten Tag um 14 Uhr. "Nach dem Walzer mit Intendantin Nora Schmid und der Mitternachtsshow trinke ich ein Glaserl und nach dem Ende um fünf Uhr morgens gehe ich mit meinem Team kurz ins Operncafé. Um sieben Uhr beginnt der Abbau", ist Pürcher froh, wenn alles gut über die Bühne geht. "Als eine Debütantin bei der Polonaise einen Schuh verloren hat, war das ein Schreckmoment, aber sie hat die Situation bra­vou­rös gemeistert", erinnert sich der Routinier.
Und auch das Bier ist schon mal ausgegangen. "Der Vollmond wirkt sich auch auf das Trinkverhalten aus", lacht der Profi, den so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. "Immer schön lächeln und sich nichts anmerken lassen, wenn es hinter den Kulissen eng wird", ist sein Credo. "Wir haben fantastische Künstler und ein tolles Team und außerdem ist die Opernredoute ein guter Boden für Heiratsanträge! Von diesen gab es bereits zwei und beide Paare sind glücklich verheiratet!"
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