22.01.2018, 15:49 Uhr

Alkohol: Die erlaubte Gesellschaftsdroge

"Abhängigkeiten beginnen immer schleichend", so Streit. (Foto: pixabay)

Philipp Streit über den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

Der Mensch hat eine Spielernatur. Er testet gerne seine Grenzen aus. Das Nervengift Alkohol ist für solche "Spiele" ganz offensichtlich hervorragend geeignet. Zunächst wärmt er, dann macht er etwas orientierungslos und gelockert, steigert das Über-Ich, dann verursacht er Sehstörungen und betäubt und schließlich tötet er langsam oder schnell. Jeder weiß das, trotzdem trinken 80 Prozent der österreichischen Bevölkerung, vorrangig männlich, regelmäßig Alkohol. An die 15 Prozent so viel, dass sie entweder als krank oder suchtgefährdet gelten.

Wie das? So paradox es klingen mag: So unakzeptiert Alkoholiker sind, so akzeptiert ist Alkohol als Genussmittel. Er ist sozusagen ein Teil unseres menschlichen Kulturerbes. Alkohol gilt als sozialverbindend und gehört zu gesellschaftlichen Ereignissen dazu. Die Gefahr, dem Alkohol auf den Leim zu gehen, besteht deshalb eigentlich immer und überall. Denn egal wo Sie hinkommen, er ist schon da. Und Abhängigkeiten, so Medizin und Psychologie, beginnen immer schleichend, im Kleinen. Und eines steht auch fest, einmal drinnen im Alkoholstrudel, kommt man schwer wieder raus.

Tipps vom Experten

Familienflüsterer Philip Streit gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Alkohol:
1. Checken Sie Ihren Lebensstil. Besprechen Sie mit sich selbst und anderen wie sehr sich Alkohol schon bei Ihnen eingenistet hat.
2. Holen Sie sich Ihren Selbstwert und Entspannung woanders zum Beispiel bei sportlichen Aktivitäten oder Meditationen.
3. Tun Sie viel für Ihr persönliches Wohlbefinden, indem Sie das Erleben positiver Gefühle, das Leben Ihrer Stärken und Leidenschaften kultivieren.
4. Üben Sie sich im "Nein"-Sagen.
5. Sagen Sie ganz entschieden "Nein" zum Alkoholkonsum Ihrer Teenager oder zum "Kosten" Ihrer kleineren Kinder.
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