27.10.2016, 21:14 Uhr

Das Kinderbüro: Ein Sprachrohr für die Kleinen

Lautstark: Das Kinderrechte-Megaphon am Eisernen Tor (Foto: Kinderbüro)

Das Kinderbüro will durch Aktionen im öffentlichen Raum Bewusstsein für Kinderrechte schaffen.

"Wir geben Kinderrechten eine Stimme" – der Slogan der Kinderrechtekampagne des Kinderbüros macht auf die Stellung und Rechte der Kleinen in unserer Gesellschaft aufmerksam. Vom Weltkindertag am 20. September bis zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November werden die Rechte der Kinder durch verschiedene Aktionen in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht.

Interessensvertretung

Das Kinderbüro wurde 1998 als Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche gegründet. Durch zahlreiche Projekte und Themenschwerpunkte versucht das Team rund um Geschäftsführer Wolfgang Pfeifer, die Rechte der Kleinen in den Vordergrund zu bringen und das gesellschaftliche Zusammenleben kindergerechter zu gestalten. Die Arbeit der "Lobby für Menschen unter 14 Jahre" erreicht durch die Kooperation mit Politik, Verwaltung und Privatwirtschaft steiermarkweit breite Aufmerksamkeit.

Schutz und Geborgenheit

Die aktuelle Kampagne stellt das "Recht auf Schutz und Geborgenheit" und das "Recht auf eine gesunde Umwelt" in den Mittelpunkt. Kinder sollen informiert werden, dass psychische und physische Misshandlung keinesfalls tolerierbar ist. Durch Workshops in Schulen und Kindergärten will das Kinderbüro vermitteln, dass "Kinder das Recht haben, ohne Gewalt aufzuwachsen", hält Wolfgang Pfeifer fest. Am Samstag fand beim Eisernen Tor das "Kinderrechte-Megaphon" statt. Kinder machten lautstark auf Kinderrechte im öffentlichen Raum aufmerksam und zogen auch mit orangen Regenschirmen mit der Aufschrift "Schutz und Geborgenheit" Blicke auf sich.

"TrauDi und das blaue Auge"

Zur kindergerechten Vermittlung der Thematiken und Veranschaulichung der Arbeit des Kinderbüros dient das Büchlein über das rothaarige Mädchen "TrauDi" (von "trau dich"). Dieses erlebt viele Abenteuer, die illustriert und in kindgerechter Form wiedergegeben werden. Letztes Jahr wurde zur Fluchtthematik das Buch "TrauDi und Harun schließen Freundschaft" veröffentlicht. Zur heurigen Kampagne erschien das Buch "TrauDi und das blaue Auge", in dem TrauDi ihrem Freund Manuel hilft, als er von seiner Mutter geschlagen wird und ein blaues Auge davonträgt. "Es thematisiert Gewalteinwirkung und macht deutlich, dass jeder ‚Nein‘ sagen darf und muss, wenn Gewalt beobachtet oder erlebt wird", erklärt Wolfgang Pfeifer.

Kinderrechtepreis

Kinderrechte sind durch die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verankert und diese sollen Kindern und Jugendlichen ein Leben in Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit sichern. "Die Aufklärung von Kindern und Erwachsenen ist unser Ziel, ebenso wie die Stärkung und Umsetzung der Kinderrechte auf allen gesellschaftlichen Ebenen", so Caroline Oswald-Fleck vom Kinderbüro.
Höhepunkt und Abschluss der heurigen Kampagne ist die Gala der Kinderrechte, die bereits zum zwölften Mal stattfindet. Am 17. November wird im Dom im Berg der steirische Kinderrechtepreis "TrauDi" verliehen.

Nachtrag:
"TrauDi und das blaue Auge" wurde mit dem österreichischen Kinderschutzpreis 2016 ausgezeichnet. Vertreter des Kinderbüros nahmen den Preis am 28. Oktober in Wien von Bundesministerin Sophie Karmasin entgegen.

Hier geht es zur Homepage des Kinderbüros: www./kinderbuero.at
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