15.03.2017, 07:30 Uhr

Diese Schule ist richtig stolz auf Holz

Das Feedback ist positiv: Straßgang-Direktor H. Haberl sieht seine Schule mit dem Holzschwerpunkt auf dem richtigen Weg. (Foto: Prontolux)

In der Straßganger NMS steht seit September der Rohstoff Holz im Mittelpunkt.

Nein, das Gebäude ist nicht aus Holz, und dennoch steht einer der wichtigsten Rohstoffe unseres Landes im Zentrum der NMS Straßgang. Im vergangenen September hat man sich im Westen von Graz völlig umorientiert und den Schwerpunkt Holz und Gestaltung etabliert – ein österreichweites Novum.
"Rund zwei Jahre Planung sind diesem Schritt vorausgegangen. Zunächst wollten wir die Schule aus Holz neu bauen, im Endeffekt haben wir nach Gesprächen mit ProHolz Steiermark und der Stadt Graz die Idee geboren, das Thema Holz verstärkt im Stundenplan zu verankern", erzählt Direktor Hans Christian Haberl. Vor allem das neu eingeführte Unterrichtsfach "Natur-Gesellschaft-Technik" besitzt ein Alleinstellungsmerkmal.

Positives Feedback

Auch interdisziplinär wird versucht, Buche, Eiche und Co. in den Schulalltag einfließen zu lassen. "Jeder Jahrgang hat jetzt ein Jahresthema zu bearbeiten, das aus dem Blickwinkel des jeweiligen Schulfachs betrachtet wird", führt Haberl aus.
Nach dem ersten halben Jahr könne man zumindest sagen, dass die NMS alles andere als auf dem Holzweg sei. "Die Entwicklung wird sowohl von Schüler- als auch von Lehrerseite positiv gesehen. In einem nächsten Schritt müssen wir jetzt erheben, ob gewisse Inhalte nachgeschärft werden müssen", denkt der Schulleiter bereits an die nahe Zukunft.

Werken ist "in"

Neben dem theoretischen Gerüst setzt man in Straßgang aber vor allem auch auf den praktischen Zugang zu Holz. "Wir fahren mit den Schülern in den Wald, damit sie sehen, wo der Rohstoff wächst. Exkursionen zu holzverarbeitenden Betrieben stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist eine gewisse Sensibilisierung sehr wichtig."
Wie begeistert die Kinder mit dem Werkstoff Holz umgehen, zeigt nicht zuletzt ein Blick in den ebenfalls neu gestalteten Werkraum. Eifrigst wird unter der fachkundigen Aufsicht von Rupert Pieberl, selbst gelernter Tischler, gehobelt und gesägt. "Wenn man Dinge selbst herstellt, hat man immer einen ganz anderen Bezug", freut’s den Pädagogen.


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