15.03.2017, 07:30 Uhr

Erhard Pretterhofer vom Holzcluster appelliert: Holz nutzen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz!

Erhard Pretterhofer ist Geschäftsführer des Holzclusters Steiermark. (Foto: Sissi Furgler)

Wieso man Holz und vor allem heimisches Holz verwenden soll, erklärt Erhard Pretterhofer vom Holzcluster.

"Man braucht kein schlechtes Gewissen haben, wenn man Holz verwendet", schmunzelt Erhard Pretterhofer, Geschäftsführer des Holzclusters Steiermark. Dies ist der Branchendienstleister für Forst- und Holzbetriebe, der die Interessen von über 150 Mitgliedsunternehmen vertritt.

Holz wichtig für das Klima

"Im Gegenteil – die Nutzung von Holz hat nur positive Seiten", fährt er fort und erklärt, dass durch die Verwendung von Holzprodukten ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. "Von Böden über Möbel bis hin zum Holzhaus, so kann jeder zum positiven Klimaschutz beitragen", sagt Pretterhofer. Holz ist CO₂-neutral und der Baum nimmt CO₂ auf, wenn er wächst. Wenn Holz hingegen verheizt wird, wird CO₂ frei, weshalb es wünschenswert ist, dass viel Holz verarbeitet wird, da CO₂ im Holz gebunden bleibt. "Holzprodukte sind ein zweiter Wald", betont Pretterhofer die Wichtigkeit des Baustoffes Holz.

Es ist genug Holz vorhanden

Stichwort nachhaltige Forstwirtschaft: In der Steiermark darf nur so viel Holz genutzt werden, wie zuwächst. In der Praxis gibt es sogar mehr Zuwachs bei den Wäldern, als für die Verarbeitung verwendet wird, denn immerhin besteht die Steiermark zu 61,4 Prozent aus Wald. "Es gibt jedes Jahr mehr Wald", betont Pretterhofer und untermauert dies mit einem anschaulichen Vergleich: So gibt es österreichweit in der Größe von 5.500 Fußballfeldern mehr Waldfläche pro Jahr. "Wir können das Holz wirklich nutzen, weil wir genug haben. Außerdem ist die Verwendung heimischer Hölzer noch ökologischer, weil die Bäume unter nachhaltigen Bedingungen gepflanzt werden", erklärt der Geschäftsführer und hebt auch den Beitrag zur heimischen Wirtschaft hervor.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

"Es ist nicht nur das Holz der kurzen Wege und verursacht dadurch weniger Ausstöße, es ist ein wichtiger Aspekt für die regionale Wertschöpfung", erzählt Pretterhofer und fügt hinzu, dass die Forst-, Holz- und Papierindustrie in der Steiermark 5.300 Betriebe beheimatet, die in Summe 55.000 Menschen beschäftigen. "Neben dem Umweltaspekt können wir durch die Verwendung heimischer Hölzer einen wichtigen Beitrag für die heimische Wirtschaft leisten. Die Unternehmen sind großteils in ruralen Gebieten angesiedelt und daher ist die Forst- und Holzindustrie für die steirischen Regionen unabdingbar", hält Pretterhofer abschließend fest.

WOCHE-WISSEN

Da die Klimaerwärmung in direktem Zusammenhang mit unseren CO₂-Emissionen steht, müssen wir weniger CO₂-Emissionen verursachen. Holz hat die Eigenschaft, der Luft Kohlendioxid zu entziehen: Ein Kubikmeter verbautes Holz bindet eine Tonne CO₂. Damit leistet Holz einen wichtigen Beitrag zur Klimaschonung. Weiters werden durch den Einsatz von Holz der Verbrauch endlicher Rohstoffe und die Treibhausgase reduziert.


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