10.01.2018, 16:18 Uhr

Frauenvolksbegehren 2.0 – der richtige Zeitpunkt

Frauenvolksbegehren 2.0 – Gleichberechtigung für die Frau gefordert. (Foto: KK)

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts und gut 20 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren fordern die steirischen Frauen 2018 völlige Gleichwertigkeit von Frauen und Männern.

Das erste Frauenvolksbegehren vor rund 20 Jahren hat nur die Umsetzung von zwei der geforderten elf Punkte eingebracht. Kürzlich hat in Graz die steirische Auftaktpressekonferenz der sozialökonomischen Initiative zur Frauenbeschäftigung zum Frauenvolksbegehren 2.0 stattgefunden. 

Endlich völlige Gleichstellung gefordert

Neben den genaueren Details rund um das Frauenvolksbegehren 2.0 wurden auch dessen Forderungen, wie die völlige Gleichstellung von Mann und Frau, die Verbesserung der Lebensrealitäten von Frauen, der Gewaltschutz, sexuelle Selbstbestimmung, ein vielfältiges Frauenbild in Medien, Kinderbetreuung, Aufstiegschancen oder die Vertretung in politischen Gremien, präsentiert. 
Lena Jäger, Mitinitiatorin und Projektleiterin FVB-Österreich: „Wir haben mit einer kleinen Gruppe begonnen und sind nun eine breite über Parteigrenzen hinweg aktive Bewegung, die auch in den Bundesländern spürbar wird. Um noch stärker gesellschaftlich verankert zu werden, haben wir uns für crowdfunding und das Sammeln von Unterstützungsunterschriften ab dem 12. Februar entschieden.“

Der richtige Zeitpunkt

Auch Frauenlandesrätin Ursula Lackner fordert wieder stärkeren Fokus auf die Frau: „In den letzten 20 Jahren ist es rund um Frauenpolitische Interessen leiser geworden, andere Themen haben sich auch Dank der Wirtschaftskrise in den Vordergrund geschoben. Es ist also genau jetzt der richtige Zeitpunkt für das Begehren, denn wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen.“ Frauenstadträtin Tina Wirnsberger fügt an: “Mir gefällt am Frauenvolksbegehren, dass es inklusiv und breit aufgestellt ist und alle einlädt, sich selbst aktiv miteinzubringen. Es ist keine von oben verordnete Initiative, sie ist von unten entstanden und von Anfang an wird aufgezeigt, dass es um nichts anderes als um eine menschlichere Welt geht.“

Aktionen in Planung

Darüber hinaus wurden bei der Pressekonferenz die für die Steiermark geplanten Aktionen präsentiert. So wird jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr zum offenen Stammtisch in der Stadtschenke geladen. Jeden Freitag werden Passanten an einem Informationsstand zwischen 13 und 16 Uhr direkt an der Erzherzog-Johann-Brücke informiert.

Nähere Informationen finden Sie unter www.frauenvolksbegehren.at
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