13.11.2016, 20:12 Uhr

Gefährlicher als eine Division deutscher Soldaten

Wann? 29.01.2017 09:30 Uhr

Wo? Königreichssaal der Zeugen Jehovas , 8044 Bleihütten AT
Bleihütten: Königreichssaal der Zeugen Jehovas | Generalmajor James Franklin Bell von der US-Armee teilte J. F. Rutherford und W. E. Van Amburgh in einem Gespräch mit, das US-Justizministerium hätte versucht, dem Kongress einen Gesetzentwurf vorzulegen. Dadurch sollte es möglich werden, Personen zum Tode zu verurteilen, die sich weigerten, im Krieg zu den Waffen zu greifen. Dabei hatte er vor allem die Bibelforscher im Sinn. Völlig aufgebracht sagte General Bell zu J. F. Rutherford: „Der Gesetzentwurf ist nicht verabschiedet worden, weil [US-Präsident] Wilson es verhindert hat; aber wir wissen, wie wir euch fassen können, und wir werden euch fassen!“

Die Drohung wurde wahr gemacht. Die Bibelforscher Rutherford, Van Amburgh und sechs weitere Vertreter der Watch Tower Society wurden verhaftet. Als das Urteil verkündet wurde, erklärte der zuständige Richter: „Die religiöse Propaganda dieser Männer ist gefährlicher als eine Division deutscher Soldaten . . . Sie haben nicht nur die Tätigkeit des Staatsanwalts und des Geheimdienstes der Armee infrage gestellt, sondern auch die Geistlichkeit aller Konfessionen öffentlich angeprangert. Dafür sollten sie schwer bestraft werden“ (Faith on the March von A. H. Macmillan, S. 99). So kam es auch. Man verurteilte die acht Bibelforscher zu langen Haftstrafen und überführte sie in die Bundesstrafanstalt in Atlanta (Georgia). Nach Kriegsende kamen sie jedoch wieder frei und die Anklagen gegen sie wurden aufgehoben.

Selbst im Gefängnis rückten die acht Männer nicht von ihrer biblischen Überzeugung ab, die sie aufgrund ihres Verständnisses hatten. In einem Gnadengesuch an den Präsidenten der Vereinigten Staaten schrieben sie: „Der Wille des Herrn, wie ihn die Schriften verkünden, ist: ‚Du sollst nicht töten‘, und deshalb würde jedes dem Herrn geweihte Mitglied der [Internationalen Bibelforscher-]Vereinigung, das willentlich sein Weihegelübde brechen würde, Gottes Gnade für sich verwirken, selbst bis hin zur ewigen Vernichtung. Folglich könnten solche Mitglieder es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, dass sie willentlich daran teilnehmen, Menschen das Leben zu nehmen.“ Mutige Worte! Zugeständnisse kamen für die Bibelforscher also nicht infrage! (Quelle "Der Wachtturm")

In der Besprechung, die am 29. Jänner 2017 um 9.30 Uhr im Königreichssaal in Bleihütten stattfindet, gibt es weitere interessante Details zu erfahren.
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Hermann Greifeneder aus Tennengau | 13.11.2016 | 22:34   Melden
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Hermann Greifeneder aus Tennengau | 13.11.2016 | 22:42   Melden
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Hermann Greifeneder aus Tennengau | 13.11.2016 | 22:51   Melden
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Klaus-Peter Steffen aus Tennengau | 14.11.2016 | 18:35   Melden
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