05.10.2016, 08:00 Uhr

Gemeinsam sicher durch die Stadt

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Sicher informiert sind Linda Trinkl, Monika Striedinger und Werner Miedl (v. l.) vom Sicherheitsinformationszentrum Graz. (Foto: Sinfo)

Graz kann seit dieser Woche mit einem eigenen Sicherheitsinformations- zentrum auftrumpfen.

Keplerstraße 25: Hier hat vor ein paar Tagen das Sicherheitsinformationszentrum Graz, kurz "Sinfo", seinen Vollbetrieb aufgenommen. "Wir wollen mit dem Sicherheitsinformationszentrum ein Angebot von fundierten, niederschwelligen Informationen zum Thema Sicherheit schaffen", meint Werner Miedl, Sicherheitsreferent der steirischen Polizei.

Zusammen stark

Gemeinsam mit anderen Organisationen wie der Berufsfeuerwehr Graz – deren Nachbar das Zentrum am Lendplatz ist –, dem Roten Kreuz, dem Landesschulrat, dem Friedensbüro, der Stadt Graz und einigen mehr will das Zentrum Begegnungs- und Beratungsstelle sein. "Es soll alles Denkbare angeboten werden und Fragen wie: ‚Welche Überwachungsanlagen gibt es oder wie kann ich meine Türen sicher machen?‘ beantwortet werden", so Miedl. Das Zentrum hat ab sofort von Montag bis Donnerstag von 8 bis 14 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Neben den Kernzeiten können weitere Sprechstunden vereinbart werden.

Nachbarschaftshilfe

Grundidee des Zentrums, das seit Anfang des Jahres in Planung ist und mit April in die Bauphase ging, ist, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken, Bürgerbeteiligung zu schaffen und Nachbarschaftshilfe zu fördern.
"Ein Polizist in einer Siedlung kann ein Sicherheitsgefühl hervorrufen, bei zwei Polizisten beginnen sich die Leute zu sorgen, bei zehn Polizisten hat jeder Angst. Auch ein Zuviel an Polizei kann also Angst erzeugen. Man muss mit diesen Ängsten sehr sorgsam umgehen", erklärt Miedl. "Gute Nachbarschaftshilfe kann die Kriminalitätsrate bereits nach unten schrauben. Daher gilt es, die Leute vorab zu informieren und aufeinander zu achten." Dies soll durch das "Sinfo" nun effizient umgesetzt werden.

Mit an Bord

"Im Sicherheitsinformationszentrum haben wir Vernetzungsarbeit pur geleistet und sind froh, so viele Organisationen unter einem Dach vereint zu haben", so Miedl. So reicht die Servicefunktion bis hin zu Opferberatung durch den "Weissen Ring" oder Erklärungen des "Elementarschaden Präventionszentrum", was im Falle von extremen Wetterschäden zu tun ist.
"Was noch nicht in der Broschüre steht, aber auch angeboten werden wird, ist spezielle Sicherheitsberatung für Senioren. Und auch für Asylwerber wird es eigene Beratungen geben. Wir haben für jede Gruppe Platz und schließen keine aus", meint Miedl.

Alle an einem Tisch

Während Miedl und Trinkl stolz ihre heilige Sicherheitshalle präsentieren – ein Raum, in dem an der Wand verschiedene Überwachungskameras hängen, Infoschilder oder Fenster mit Sicherheitsrahmen –, bleibt das Wichtigste darin wohl der große Tisch.
"Die Aufgabe der Polizei beginnt im Informieren, also schon weit vor den Einsätzen. Der Besprechungstisch symbolisiert, wie relevant Kommunikation ist. Was wir den Leuten geistig mitgeben, kann ihnen keiner wegnehmen."
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