07.03.2018, 07:00 Uhr

Graz Inside bei der Bäckerei Strohmayer: Diese Brezen haben die Herzen erobert

Backe, backe, Breze: Unter Anleitung der Strohmayer-Bäcker fertigt WOCHE-Redakteurin Martina Maros ihre erste Wagner-Breze. (Foto: KK)

Seit 1733 wird in der Bäckerei Strohmayer täglich frisch gebacken. Die WOCHE war bei der Produktion live dabei.

Der Duft vom frischen Brot am Morgen, der Biss in eine Semmel oder die obligatorische Wagner-Breze bei einem Graz-Besuch: In der familiengeführten Bäckerei Strohmayer produzieren 40 Mitarbeiter Backwaren, die die Herzen der Grazer erobert haben. Die WOCHE gewährt in ihrer neuen Serie "Graz Inside" einen Blick hinter die Kulissen des Traditionsunternehmens und wagt sich auch selbst in die Backstube.

1.000 Kilogramm Brot

"Es ist ein ehrliches Handwerk", sagt Geschäftsführer Andreas Strohmayer beim Betreten der Backstube um kurz vor fünf Uhr morgens. Seine Mitarbeiter sind schon seit 1:30 Uhr im Einsatz und sorgen dafür, dass alle Produkte rechtzeitig fertig werden. Ernst Traby ist mit 35 Dienstjahren der Dienstälteste der Strohmayer-Belegschaft und der erste, der den Teig anmischt. Es sei ein schwieriges und herausforderndes Geschäft berichtet der Chef und Traby ergänzt: "Die Nachtarbeit, die Sechs-Tage-Woche und die Temperaturen sind nicht zu verachten." Immerhin hat es über 30 Grad Celsius in der Backstube. Das alles nehmen die Bäcker für die Qualität des Produkts gerne in Kauf. "Unsere Semmeln werden von Hand gefertigt", erklärt Thomas Sammer. Insgesamt verlassen aus der Backstube am Karlauerplatz ab vier Uhr morgens 80 verschiedene Artikel und 1.000 Kilogramm Brot das Haus.

Übung macht den Meister

Bei der Fertigung der legendären Wagner-Brezen darf dann auch die WOCHE selbst Hand anlegen. Die 3.000 Stück wollen schließlich gedreht und gebacken werden. "Einfach eine Schlaufe machen", erklären die erfahrenen Bäcker. Leichter gesagt als getan. Dem Geschick der Meisterbäcker, die das Gebäck sprichwörtlich im Handumdrehen zaubern, kann die WOCHE nur fasziniert zusehen. Nach ein paar Versuchen hat es aber auch eine WOCHE-Breze auf das Backblech geschafft. "Fürs erste Mal nicht schlecht", freut man sich über das Lob der Profis.
Rezepte wie zu Großmutters Zeiten, beste Zutaten und das Bemühen der Bäcker, jedes Produkt erstklassig zu machen, zeichnen laut "dem besten Chef", wie Strohmayer von seinen Mitarbeitern bezeichnet wird, das Unternehmen aus. "Ich esse noch immer täglich gerne eine Breze", lacht er. Genauso wie die WOCHE, die nach Dienstschluss genüsslich in die selbstgemachte Breze beißen darf und voller Hochachtung für die schwere Arbeit der Bäcker schlafen geht.
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