27.10.2017, 11:48 Uhr

Hereinspaziert: Neue Infostelle des Grazer Sozialamtes öffnet Tür und Tor

Zufrieden mit den Umsetzungen in der neuen Infostelle des Sozialamtes: K. Hohensinner, A. Fink, M. Kaufmann, M. Haidvogl (Foto: Stadt Graz/Fischer)

Um 240.000 wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen.

"Wir wollten dieses verstaubte Image, das dem Sozialamt anhaftete, loswerden." Die Marschroute von Neo-Sozialstadtrat Kurt Hohensinner ist klar vorgegeben, bereits vor den Neuwahlen in Graz wurden in Sachen Sozialamts-Infostelle Pläne geschmiedet, jetzt hat es auch mit der Umsetzug geklappt. Seit Anfang Oktober erstrahlt die Infostelle im Amtshaus in der Schmiedgasse in neuem Glanz, kein Stein wurde praktisch auf dem anderen gelassen. "Die Infostelle fungiert vor allem erste Anlaufstelle und Informationsdrehscheibe für Fragen an das Sozialamt", betont Abteilungsleiterin Andrea Fink. Insgesamt wurden 240.000 Euro investiert, allein 160.000 Euro wurden für bauliche Maßnahmen aufgewendet.

Das Feedback ist bereits positiv

"Wenn früher viel los war, kam es nicht selten zu Auseinandersetzungen. Aufgrund der getroffenen baulichen Veränderungen könenn wir die Klienten nun viel besser steuern. So ist ein Begegnen und Arbeiten auf Augenhöhe viel leichter geworden", so Fink. Bereits einige Tage nach dem "Facelifting" sei das Feedback jener, die aufgrund von Sozialhilfe- oder Mindestsicherungsfragen in die Infostelle kommen, positiv. "Das zeigt, dass sich die Anpassung von Kleinigkeiten bereits ausgezahlt hat", sagt dazu auch Magistratsdirektor Martin Haidvogl.
Neben baulichen Umstrukturierungen wurde aber auch an den Hintergrundprozessen eifrigst gearbeitet. So wurde etwa das gesamte Referat Mindestsicherung auf eine Gesamtfallverantwortung umgestellt. Das bringt so mehr direkten Kontakt, aber auch mehr Effizienz. "Die durchschnittliche Wartzeit beträgt jetzt nur mehr zehn, die durtschnittliche Beratungszeit nur mehr sieben Minuten", sind Fink und Hohensinner zufrieden.

Weniger Mindestsicherungsbezieher

Der ÖVP-Stadrat verweist zusätzlich noch auf eine positive Entwicklung im Bereich Mindestsicherung: "Die Zahl der Bezieher ist in Graz rückläufig. Mit Stichtag Ende September 2017 waren 9.723 Bezieher gemeldet, im Mai des Vorjahres waren es noch 10.554. Wir sehen also, dass die Maßnahmen, wie die anspringende Konjunktur, Veränderungen auf landesgesetzlicher Ebene sowie die Forcierung eines restriktiven Vollzugs, bereits greifen." Im gleichen Atemzug ist ihm aber auch wichtig zu betonen, dass "moderne Sozialpolitik nichts mit Betteln um Almosen zu tun hat, sie steht viel mehr für serviceorientierte Hilfe für Menschen in Notlagen." In den ersten Wochen seit den Veränderungsmaßnahmen wurden so rund 150 bis 170 Bürgerkontakte pro Tag gezählt. Die Infostelle hat montags von acht bis 17 Uhr, Dienstag bis Donnerstag von acht bis 14 Uhr und freitags von acht bis 12.30 geöffnet.
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