28.09.2016, 08:30 Uhr

Kein Alkoholverkauf mehr – so will Mario Eustacchio das Billa-Eck "entschärfen"

Das "Billa-Eck" am Hauptplatz – geht es nach Stadtrat Eustacchio, soll hier künftig kein Alkohol mehr verkauft werden. (Foto: geopho.com)

Stadtrat Mario Eustacchio will mit einer neuen Idee das Problemeck am Hauptplatz in den Griff bekommen.

Das "Billa-Eck" am Hauptplatz – Grazer Sehenswürdigkeit wird es wohl keine mehr. Im Gegenteil: Erst vor Kurzem musste wieder einmal die Sektorstreife der Polizei ausrücken – auch mit Drogen wird hier ähnlich offen wie im Stadtpark gedealt.
"Die Zustände sind im Grunde nicht hinnehmbar – aber die Stadt wirkt leider irgendwie gelähmt", ist auch Mario Eustacchio über die Zustände unmittelbar unter seinem Bürofenster alles andere als begeistert. Der für das Sicherheitsmanagement zuständige Stadtrat will jetzt aber nicht mehr länger zusehen: "Ich werde mich an den Rewe-Vorstand wenden – vielleicht ist es möglich, ein Pilotprojekt zu starten und in dieser Filiale keinen Alkohol zu verkaufen. Das wäre zumindest einen Versuch wert."

Lokalaugenschein avisiert

Der FPÖ-Politiker hat bereits bei Rewe vorgefühlt, ein Lokalaugenschein mit den Verantwortlichen ist avisiert. "Es wäre toll, wenn diese Idee verwirklicht werden würde – es ist dies der erste wirkliche Versuch, dieses Problem in den Griff zu bekommen." Bei der Polizei verweist man auf die Alkoholverbotszone in der Altstadt (zwischen Sackstraße und Eisernes Tor). "Das Alkoholverbot wird vor allem von der Ordnungswache kontrolliert – und da drohen saftige Strafen durch das Magistrat", sagt Abteilungsinspektor Bernhard Petschenig von der PI Schmiedgasse.

"War viel schlimmer"

Aus seiner Sicht hat sich die Situation am "Billa-Eck" dadurch sogar verbessert. "Es war in der Vergangenheit sicher viel schlimmer, da wurden wir mehrmals am Tag dorthin gerufen. Es gibt also aktuell bestimmt keinen Anstieg von Delikten." Dennoch bleibt’s natürlich ein Hot-Spot für ihn und seine Kollegen. "Wir sind regelmäßig mit der Streife vor Ort. Wobei sich das Problem mitunter verlagert hat – in den Stadtpark, Augarten oder natürlich auch in den Volksgarten."
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