20.10.2016, 06:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Bambi, du Hirsch!

Unlängst ging ich in einem Wald spazieren. Also nicht wirklich, mehr in Gedanken, stolperte ich doch davor über das schöne Wort "Dendrophilie". So nennt man den Sexualtrieb von Menschen, die sich zu Bäumen hingezogen fühlen. Ja, das gibt es.
"Das gibt es doch nicht" sagen dagegen BiologInnen, FörsterInnen & Co. bereits seit Jahrzehnten, wenn sie "Bambi" sehen. "Bambi" wird uns nämlich stets als Reh verkauft - ist aber ein Hirsch, genauer gesagt ein kleiner Weißwedelhirsch.
Geschrieben hat die Geschichte von "Bambi" ja der Österreicher Felix Salten (eigentlich Siegmund Salzmann). Damals war "Bambi" noch ein Rehkitz. Dann kaufte Walt Disney die Rechte am Stoff - und machte aus dem Rehkitz ein Hirschenkind, da es in den USA keine Rehe gibt. Nichtsdestotrotz wurde "Bambi" seitdem bei uns weiterhin als Reh verkauft - eines das einen Hirsch zum Vater hat ...
Übrigens: Der Name "Bambi" leitet sich vom italienischen "Bambino" ab - das heißt schlicht "Kind".
Bleiben wir noch kurz im Wald: "Ich glaub' ich steh' im Wald" denkt sich wohl so mancher Internetnutzer, wenn er die Adresse www.llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogochuchaf.org.uk eingeben muss. Die walisische Gemeinde mit dem längsten Ortsnamen der Welt hat auch die längste Einwort-Domain der Welt ...
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