20.11.2016, 06:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Der Gatte, der auch ein Gott ist

Heute vor genau 59 Jahren hat die nunmehrige Königin Elizabeth II., die ja damals noch britische Kronprinzessin war, ihren Philip. Das war jetzt ein bisserl respektlos, denn heißen tut der Mann im übergroßen Schatten seiner Gattin ja korrekterweise so: "His Royal Highness The Prince Philip, Duke of Edinburgh, Earl of Merioneth and Baron Greenwich, Royal Knight of the Most Noble Order of the Garter, Extra Knight of the Most Ancient and Most Noble Order of the Thistle, Member of the Order of Merit, Grand Master and First and Principal Knight of the Most Excellent Order of the British Empire, Knight of the Order of Australia, Companion of the Queen’s Service Order, Lord of Her Majesty's Most Honourable Privy Council, Member of Her Majesty's Privy Council for Canada."

Wobei: Mit Respektlosigkeit hat Philip durchaus viel am Hut. Als einmal der in Landestracht gekleidete Präsident Nigerias vor ihm stand, bemerkte der Duke of Edinburgh: "Sie sehen aus, als wollten sie gleich ins Bett gehen!", während er in China studierende britische Studenten davor warnte, länger in China zu bleiben. Dann würden sie nämlich "Schlitzaugen" bekommen.

Es gibt noch unzählige solcher so gar nicht staatsmännischer Aussagen Philips. Das hindert aber die BewohnerInnen von Yaohnanen nicht, Prinz Philip als Gottheit zu verehren. Kein Schmäh, die "Prinz-Philip-Bewegung" genannte Religion gibt es wirklich. Dazu muss man allerdings wissen, dass Yaohnanen zur südpazifischen Inselgruppe Vanuatu gehört. Die Leute dort kann man daher zwar nicht als Hinterwäldler, sehr wohl aber als "Hinterseer" bezeichnen ...
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