09.11.2017, 07:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Erfinder mit leerer Geldtasche

Heute wird europaweit der "Tag der Erfinder" gefeiert. Die berühmten Erfinder früherer Zeiten kennt man ja - nicht aber jene tragischen Personen, die ebenfalls viel erfunden haben, damit aber keinen Erfolg hatten. Den hatten nämlich andere.

Ein solcher glückloser Erfinder war Slavoljub Eduard Penkala, ein gebürtiger Ungar. Er erfand das, was später in adaptierter Form als Kugelschreiber ein weltweiter Kassenschlager war. Während Penkala sein Produkt mit überaus bescheidenem Erfolg verkaufen konnte, wurde der als Erfinder des Kulis geltende László József Bíró zum Multimillionär.

Ein großes Luftschiff wird Zeppelin genannt, benannt nach Ferdinand Graf von Zeppelin. Eigentlich sollte es aber Baumgarten heißen, benannt nach dem ein paar Jahrzehnte vor Zeppelin geborenen Georg Baumgarten. Der Deutsche erfand nämlich das Vorgängermodell - das ihm aber kaum Glück brachte. Der gute Mann war im Zivilberuf Forstmann, seine ihm vorgesetzte Behörde verbot ihm 1881 weitere Luftschiffexperimente, woran er sich nicht hielt, was seine Entlassung im darauffolgenden Jahr zur Folge hatte. Schließlich landete er sogar im Gefängnis.

Noch tragischer war das Schicksal von Karl Freiherr von Drais. Er erfand die nach ihm benannte Draisine, hatte aber nur ein Patent für das damalige Herzogtum Baden. Nachbauten seiner Erfindung überschwemmten den Markt, Drais verarmte, landete im Gefängnis und starb als Alkoholiker.    
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