16.10.2016, 06:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Von Buxtehude nach L. A.

Heute im Jahr 640 verstarb der Heilige Gallus, der St. Gallen seinen Namen gab. Und zwar sowohl der Stadt in der Schweiz als auch dem Dorf in der Obersteiermark. Gallus ist die lateinische Form von "der Kelte", St. Gallen heißt daher übersetzt "Der heilige Kelte".
Was bedeuten eigentlich die Namen anderer bekannter Städte? Buenos Aires etwa heißt übersetzt nicht "Frohe Ostern", wie uns Komiker Otto Waalkes weismachen will. Die Stadt ist nach der Heiligen Santa Maria del Buen Ayre benannt - übersetzt "Heilige Maria von der Guten Luft". Buenos Aires heißt also in etwa "Gute Luft" oder "Gute Lüfte".
Vom deutschen Fluss Düssel hört man eher selten was, er ist ja auch nur gerade mal 40 Kilometer lang. Aber er ist schuld, dass Düsseldorf so heißt, wie es heißt. Und das, obwohl die 600.000-Einwohner-Stadt ja auch am Rhein liegt, der eh nur 30 Mal länger ist ....
Immer wieder für Lacher sorgt die Erwähnung des deutschen Städtenamens Buxtehude. Eine Hude ist eine Schiffsanlegestelle, einst hieß der Ort "Buchstadihude", was so viel wie "eine von Buchenbäumen umringte Schiffsanlegestelle" bedeutete. Im Laufe der Zeit wurde daraus eben Buxtehude - warum auch immer ...
Äthiopiens Hauptstadt Addis Adeba heißt zu Deutsch "neue Blume", Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen heißt "Kaufmännerhafen", während Portugals Hauptstadt Lissabon ihren Ursprung in einem "lustigen Meeresbusen" hat ...
Das Gebiet rund um die US-Großstadt Detroit wurde von einem Franzosen entdeckt, der dort eine "Ville d’Etroit“, also eine "Stadt an der Meerenge" gründete.
Und Los Angeles? Die Stadt heißt eigentlich so, wie sie einst ein spanischer Gouverneur taufte: "El Pueblo de la Reina de Los Ángeles". Übersetzt: "Das Dorf der Königin der Engel" - ein ganz schön großes Dorf mittlerweile ...
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