22.10.2017, 07:30 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Warum Ungarn nicht Ungarn heißen sollte

Morgen feiern die Bewohnerinnen und Bewohner unseres östlichen Nachbarlandes Ungarn ihren Nationalfeiertag ("Tag der Republik"). Ihnen ist doch sicher auch schon mal aufgefallen, dass die BewohnerInnen Ungarns oft Magyaren genannt werden. Und dass sich das Land selbst Magyarország nennt. Keine Spur also von Ungarn. Woher kommt das?

Die Magyaren waren ein nomadisches Volk, welches ursprünglich aus dem Ural stammt. Irgendwann im 9. Jahrhundert sollen sie das Gebiet des heutigen Ungarns erobert haben. Der Name Ungarn aber basiert auf dem Namen eines anderen Volkes - der Onoguren. Mit diesen vertrugen sich die Magyaren ganz gut. 

Und woher kommt das H in der englischen Schreibweise "Hungary"? Es kommt von den alten Römern, die die Magyaren fälschlicherweise den Hunnen zuordneten. Sprich: Sowohl im Deutschen als auch in Englischen haben die Namen unseres Nachbarlandes eigentlich gar nichts mit dessen BewohnerInnen bzw. deren Vorfahren zu tun.

Übrigens: Eine "Karotte" nennt man in Ungarn "Sárgarépa", zum Schlafen legt man sich ins "Ágy", das Frühstück heißt "Reggeli", ein Fahrrad "Bicikli" und wenn man jemanden liebt, dann sagt man zu ihm "Szeretem magát".
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