02.07.2017, 06:30 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Wenn der Zufall Regie führt

Heute im Jahr 1505 war ein junger Jusstudent auf dem Heimweg, nachdem er seine Eltern besucht hatte. Dabei wurde er von einem schweren Gewitter überrascht, bekam Todesangst und schwor, dass er Mönch werden würde, wenn er das Gewitter unbeschadet überstehen würde. Der junge Mann hieß Martin Luther, und hätte es das Gewitter nicht gegeben, wäre Luther vielleicht Jurist geworden. Und die Geschichte Europas wäre wohl ganz anders verlaufen.

Ein Zufall. Und Zufälle gibt es, die man fast gar nicht glauben kann. Im Oktober 1974 stießen in in der englischen Stadt Worcester zwei Autos zusammen. Beide Fahrer blieben unverletzt. Nachdem sie ausgestiegen waren, überreichten sie sich ihre Visitenkarten. Dabei stellte sich heraus, dass beide mit Vornamen Frederik und mit Nachnamen Chance hießen. "Chance" ist übrigens das englische Wort für "Zufall".

Ein kleiner Bub aus San Francisco vergaß im Jahr 1905 sein halbvolles Limoglas auf der Veranda. Im Glas steckte ein Löffel. In der Nacht war es ungewohnt kalt, die Temperaturen sanken unter die Null-Grad-Grenze. Frank Epperson, so der Name des Buben, entdeckt das Glas am nächsten Morgen. Er zieht am Löffel, ein Stück der gefrorenen Limo bleibt am Löffel kleben. Epperson schleckt daran. Ein Erlebnis, das ihn nie wieder losließ. 18 Jahre später meldet er das erste Stieleis an - und wird ein reicher Mann.

Und 1895 gab es in den USA noch sehr, sehr wenige Autos. Im Bundesstaat Ohio gab es überhaupt nur zwei Autos. Eines davon hatte einen Unfall. Unfallgegner war das zweite Auto ...
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