26.07.2017, 13:00 Uhr

LKH Graz: Eine eigene Stadt in der Stadt

Das Gelände des LKH Graz beträgt 60 Hektar und ist eines der größten in Europa. (Foto: Marija Kanizaj)

Das LKH hat sogar eine eigene Postleitzahl: Die WOCHE präsentiert
beeindruckende Fakten zum LKH-Uniklinikum.

Da kommt man aus dem Staunen nicht heraus: Die WOCHE ließ sich das LKH-Universitätsklinikum Graz erklären und liefert aktuelle Zahlen und Fakten aus dem Jahr 2016, die der Grafik links entnommen werden können.

60 Hektar und drei Stunden

16.000 Personen sind täglich auf dem LKH-Gelände anzutreffen. „Wir sind wie eine eigene Stadt mit einer Gesamtfläche von 60 Hektar und unser Strom- und Wasserverbrauch entspricht einer Stadt wie Hartberg“, erzählt Betriebsdirektor Gebhard Falzberger. Dieser leitet das Landeskrankenhaus in kollegialer Führung mit Pflegedirektorin Christa Tax und dem ärztlichen Direktor Gernot Brunner, die gemeinsam rund 7.000 Mitarbeiter führen. Auf dem Gelände kommt die Medizinische Universität Graz mit ihren Mitarbeitern und Studierenden hinzu, die in Summe über 5.000 Personen ausmachen. „Wenn man das ganze Gelände zu Fuß abgehen würde, bräuchte man dafür drei Stunden“, erklärt Falzberger und fügt hinzu, dass auch eine eigene, kostenlose Buslinie zur Verfügung steht.


Unterirdischer Tunnel

„Um eine reibungslose Ver- und Entsorgung zu gewährleisten, ist der Großteil unseres Geländes mit einem Tunnelsystem auf drei Ebenen durchzogen“, führt der Direktor aus. Mit dessen Bau wurde bereits 1910 begonnen und dieser ist  sieben Kilometer lang. „Alle unterirdischen Transporte werden mit E-Autos durchgeführt“, so Falzberger.


Meilensteine aus Graz

Der Betrieb am LKH wurde 1911 aufgenommen und durch den Blick in die LKH-Geschichte erfährt man von Meilensteinen, die in Graz gesetzt wurden. So wurde 1962 die österreichweit erste Herzstation eingerichtet und die erste Herzoperation mit einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. 1976 entfernten Neurochirurgien weltweit das erste Mal einen Hirntumor mittels Laserstrahl und 1983 erfolgte die  erste Herztransplantation in Österreich.
„Der ‚typische‘ Patient ist zu 54 Prozent weiblich, im Schnitt 49 Jahre alt und verbringt am LKH fünf Nächte“, erklärt Falzberger abschließend.

Ein Auszug der Kennzahlen des LKH-Universitätsklinikums 

Graz aus dem Jahr 2016: 

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