17.01.2018, 11:42 Uhr

Meilensteine im LKH Graz-Süd-West: Zentrum für Suchtmedizin und Ausweichstation eröffnet

Moderne Holzarchitektur in der Ausweichstation: Das freut auch Ernst Fartek (Vorstand für Finanzen und Technik KAGes), Michael Lehhofer (Ärztlicher Direktor), Landesrat Christopher Drexler, Franz Titschenbacher (Vorstand pro:Holz Steiermark) und Bernhard Haas (Betriebsdirektor) (Foto: Lunghammer)

Ingesamt wurden für Modernisierung und Neubau an die 30 Millionen Euro investiert.

Doppelte Eröffnungsfeier heute im Grazer Südwesten: Auf dem Gelände des LKH Graz Süd-West (Standort Süd) wurde ein regelrechter Meilenstein verwirklicht. Mit dem Zentrum für Suchtmedizin sowie der Ausweichstation ist ein Qualitätssprung für suchtkranke Menschen gelungen. "Dank der neuen räumlichen und infrastrukturellen Möglichkeiten bietet der Neubau des Zentrums für Suchtmedizin höhere Standards und ein deutlich verbessertes Behandlungsumfeld in der Versorgung der südostösterreichischen Suchtkranken", freut sich Bernhard Haas, der Betriebsdirektor des LKH Graz-Süd-West. Mit Februar wird der Zubau zum bestehenden A-Gebäude in Betrieb gehen. "Aber auch danach wird weitergebaut, die Sanierung des Altbestandes soll bis Mitte 2020 fertiggestellt werden", ergänzt Ernst Fartek, der KAGes-Vorstand für Finanzen und Technik.

Ambiente begeistert

Im Neubau selbst sind 42 Betten, davon 18 Betten nach dem Unterbringungsgesetz, sowie die zwölf tagesklinischen Plätze untergebracht. Im Erdgeschoss liegen die Spezialambulanz für Suchtmedizin und die Substitutionsambulanz sowie die Behandlungsbereiche. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Tagesklinik, die Ergotherapie und die Räume der Psychologen und Sozialarbeiter. Die ärztliche Administration befindet sich im zweiten Obergeschoss. In Summe wurden für die Modernisierung des Zentrums für Suchtmedizin knapp 26 Millionen investiert. "Dieses Haus ist ein erfreuliches Statement. Es wurde eine Infrastruktur geschaffen, die die Therapie für Suchtkranke erleichtern wird", führt Gesundheitslandesrat Christopher Drexler an. Begeistert zeigt sich auch der Ärztliche Direktor des LKH Graz Süd-West, Michael Lehofer: "Es wurde großen Stellenwert auf das Ambiente gelegt, das ist sehr erfreulich. In diesem schönen Gebäude kann man den Suchtkranken die nötige Würde erweisen. Hier wurde klar ein Statment für die Psychiatrie abgegeben."

Fokus auf Holz

Auch die Ausweichstation sucht ihresgleichen: "Es ist der erste Krankenhausbau in Vollholzbauweise. So wurde ein Umgebung geschaffen, wo Emotionen und Gefühle Platz haben. Kommt man rein, riecht es auch nicht nach Krankenhaus, sondern wunderbar nach Holz", ist Fartek begeistert. Das Bauwerk kann zudem flexibel an den jeweiligen Ausweichnutzer funktionell angepasst werden. Dabei wurde auch auf eine nachhaltige Bauweise sehr viel Wert gelegt. Die Ausweichstation bietet auf einer Bruttogeschossfläche von 1.666 Quadratmetern Platz für 36 Betten. "Ein überzeugendes und innovatives Konzept, Holz erlebt schließlich ein bautechnisches Revival", so Drexler. Die Kosten für die Ausweichstation werden mit 4,65 Millionen Euro beziffert.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.