13.12.2017, 08:17 Uhr

Odilien Institut: Von Menschen für Menschen gemacht

Positiv: Die gelernte Weberin Andrea ist neu in der Bürstenbinderei. (Foto: Prontolux)

Wo Handwerk mit Qualität entsteht: WOCHE-Besuch in der Werkstatt des Odilien Instituts.

Es ist eine einladende Atmosphäre, die im Odilien-Shop vorherrscht. Liebevoll sind die Produkte aus den Werkstätten des Odilien-Instituts, das sehbehinderte Menschen betreut, ausgestellt und werden hier zum Verkauf angeboten. "Hier wird sinnvolle Arbeit geleistet, und die Produkte haben eine gute Qualität", erzählt Hannes Url-Grasser, Werkstätten-Bereichsleiter von seinen 66 "zu begleitenden Mitarbeitern" aus der Bürstenbinderei, Korbflechterei, Feinflechterei, Weberei und der Tonverarbeitungswerkstätte.

Menschen, keine Maschinen

"Seit 1968 bin ich im Odilien-Institut und seit 1976 in der Bürstenbinderei", erzählt Wolfgang, während er an der Fertigstellung eines Besens arbeitet. Egal, ob Straßen-, Kaminbesen oder Sonderanfertigungen: "Rund 30 Minuten brauche ich für einen kleinen Besen, wenn ich aber ein Loch auslasse, muss ich es ausbessern." Wolfgang betont, dass hier Menschen und keine Maschinen arbeiten. "Ich habe gesunde Hände und Füße und mache die Arbeit gerne", führt Wolfgang aus und erklärt, dass Männer ihren Frauen sehr wohl einen Besen schenken dürfen. "Wenn sie lange beisammen sind und sich lieben", so Wolfgang.

Kreativität ist gefragt

Zu diesem Thema lacht Andrea herzlich. Die gelernte Weberin ist neu in dieser Werkstatt. "Alle Kollegen sind nett und hilfsbereit", erzählt Andrea. Ihre Kollegin Beate verarbeitet Ton und kreiert unterschiedliche Kunstwerke. "Engel, Weihnachtsmänner, Schüsseln oder Teelichter", zählt Beate, die bereits in einigen Werkstätten tätig war, nur einige ihrer Produkte auf. "Glasieren gehört zu meinen Lieblingstätigkeiten, es ist eine sehr genaue Arbeit", meint Beate.

"Alles Handarbeit"

Und auch Heinz erzählt, wie schön seine Arbeit in der Flechterei ist. Gerade stellt er einen zweifärbigen Einkaufskorb her. "Alles Handarbeit, die Produkte halten jahrzehntelang", meint Heinz, weshalb es für so einen Korb zwei bis drei Wochen braucht. Abschließend zeigt auch Herr Zechner seine Reparaturwerkstatt, wo Thonet-Möbel aus ganz Österreich restauriert werden.
Die zu begleitenden Mitarbeiter des Odilien-Instituts verabschieden die WOCHE mit den besten Wünschen für ein schönes Weihnachtsfest und Andrea ergänzt: "Jeder Tag ist ein schönes Geschenk."


Odilien-Shop
Leonhardstraße 130: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 13 Uhr. Produktkatalog auch online unter: www.odilien.at
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