07.12.2017, 12:00 Uhr

Philip Streit: So bleibt der Weihnachtszauber

Ein kleines Mädchen mit einem Adventkranz mit 4 Kerzen am letzten Adventsonntag freut sich auf Weihnachten

Philip Streit erklärt, wie man trotz Hektik den Sinn von Weihnachten erhält.

Der Duft, die Lichter, die Musik, die Wärme: Weihnachten erzeugt eine wichtige Wohlfühlatmosphäre und ist über alle weltanschaulichen Anliegen hinweg wertvoll. Denn es ist ein Zeitpunkt, um innezuhalten, anderen zu begegnen und sich zu besinnen. Es ist eine Zeit der Liebe, der Resonanz und selbstloser Hingabe. Genau das begeistert auch Kinder, und es liegt an jedem Einzelnen von uns, Weihnachten wertvoll zu machen, indem wir es in unserem eigenen Herzen als wertvoll erspüren. Weihnachten muss uns etwas wert sein, indem wir uns engagieren, die Zeit nehmen und uns darauf vorbereiten, füreinander da zu sein. Das ist der Zauber von Weihnachten, der auch jeden von uns begeistert. Neben den Geschenken war und ist es vor allem das Ritual und der feierliche weihnachtliche Moment, der uns groß, wertvoll und zusammengehörig erscheinen lässt.

Tipps vom Familienflüsterer

Philip Streit erklärt, wie der Weihnachtszauber erhalten bleibt:
1. Erinnern Sie sich, was Weihnachten für Sie zauberhaft und wertvoll gemacht hat.
2. Halten Sie inne, nehmen Sie sich selbst ernst und lassen Sie sich Weihnachten etwas wert sein.
3. Engagieren Sie sich in der Weihnachtsvorbereitung. Tun Sie etwas für ein gelungenes Fest.
4. Beziehen Sie die Kinder mit ein. Sprechen Sie über die Bedeutung, die Weihnachten für Sie hat.
5. Legen Sie Wert auf Feierlichkeit und auf Ritual, denn dies sorgt für Geborgenheit.
6. Sagen Sie "danke" zu Ihren Nächsten.
7. Nehmen Sie sich Zeit, um für den anderen da zu sein. So gelingt es, auf andere zuzugehen, sie wertzuschätzen, ihnen zuzuhören und gemeinsam eine friedvolle und gute Zukunft anzupacken. Denn Weihnachten fokussiert auf das Positive und Menschliche in unserer Zeit.

Der Experte Dr. Philip Streit

Philip Streit ist klinischer Gesundheitspsychologe, Psychotherapeut sowie Lebens- und Sozialberater. Seit 1994 leitet er das „Institut für Kind, Jugend und Familie“ in Graz. Es ist das größte Familientherapiezentrum in der Steiermark.
Telefon: 0316/77 43 44
Web: www.ikjf.at
Im Jänner 2016 hat er das „M42“, das neue Begegnungs- und Therapiezentrum des Institutes in der Moserhofgasse, eröffnet.
Ihre Anregungen und Fragen richten Sie bitte an redaktion.graz@woche.at oder per Post an „WOCHE Graz“, Gadollaplatz 1/6. Stock, 8010 Graz.
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