31.08.2016, 11:28 Uhr

„Tag des Denkmals“: Graz putzt sich heraus

Auch ein Fixpunkt: Das Puch-Museum hat viel Interessantes zu bieten. (Foto: BDA Michael Oberer)

Die WOCHE entdeckte viele Geheimtipps, die es abseits der Grazer
Altstadt zu entdecken und zu erkunden gibt.

Der Uhrturm, der Dom oder das Schloss Eggenberg – bei der Frage nach dem Wahrzeichen und Denkmälern in Graz sind die meisten wohl sattelfest und nennen sicherlich die Obengenannten. Was aber ist mit jenen Kostbarkeiten, über die die Grazer nichts wissen, da sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind? Ja, auch diese gibt es (siehe Grafik links) und am 25. September bietet sich die einmalige Gelegenheit, diese Denkmäler von innen zu begutachten.

„Tag des Denkmals“

Am letzten Sonntag im September findet österreichweit der „Tag des Denkmals“ statt und daher lädt das Bundesdenkmalamt an diesem Tag kostenfrei zur Besichtigung von Denkmälern, die sonst verschlossen sind. Heuer wird unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ die Vielfalt des österreichischen Kulturguts vorgestellt. „Wir leben in einem Land mit einem reichen kulturellen Erbe, das es zu pflegen und zu betreuen gilt. Die Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und öffentlichen Institutionen ist sehr wichtig und funktioniert gut“, so Landeskonservator und Leiter der Abteilung des Bundesdenkmalamtes für Steiermark, Christian Brugger. Er ergänzt weiters: „Auch „Unterwegssein“ im wahrsten Sinne des Wortes kann erlebt werden“, und meint damit etwa den Prozessionsweg der Sieben Schmerzen Mariae vom Lendplatz bis zur Kalvarienbergkirche.

Einmalige Einblicke

2015 lockte der „Tag des Denkmals“ steiermarkweit 9.000 Besucher an und auch heuer gibt es die Möglichkeit, laufende Restaurierungen zu besuchen oder an Führungen teilzunehmen. „Zum Teil sind diese Denkmäler privat bewohnt und daher werden die Türen nur an diesem Tag kostenfrei geöffnet“, erklärt die Koordinatorin für die Steiermark, Karin Derler. „Eigentümer, Architekten und Restauratoren werden vor Ort sein und man kann erfahren, wie viel Feingefühl, Liebe und Zeit in die Pflege unserer Denkmäler investiert wird.“ Auf keinen Fall sollte man sich an diesem Tag das Paulustor entgehen lassen, meint Karin Derler. „Vielen ist das Paulustor bekannt, aber die wenigsten wissen, dass sich oberhalb des Portals Wohnräume befinden, die mit wunderbarem Stuck ausgestattet sind.“
Die Chance, die der heurige „Tag des Denkmals“ bietet, sollte daher ergriffen werden, für die in Graz insgesamt 959 denkmalgeschützten Objekte hat man dann das ganze Jahr Zeit.


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NACHGEFRAGT...
... bei bei Landeskonservator Christian Brugger (BDA)


Was macht das Denkmalamt?
Unsere Aufgabe ist die Erhaltung und Pflege der Denkmäler. Am effizientesten ist diese in intensiver Zusammenarbeit mit den Denkmal-Eigentümern und allen sonstigen verantwortlichen Institutionen sowie den vielen spezialisierten Fachleuten.

Wieso wird der "Tag des Denkmals" begangen?
Unser Ziel ist es, Menschen für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren, indem es für sie erlebbar gemacht wird. Damit soll in ihnen auch das Interesse für die Belange des Denkmalschutzes geweckt werden.


Mehr Informationen gibt es auf Tag des Denkmals und Bundesdenkmalamt
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