18.10.2017, 10:10 Uhr

Tradition trifft auf Innovation: Ursulinen eröffnen neuen Festsaal

Alles neu: Philipp Isak vom Schulverein der Ursulinen, Oberin Schwester Andrea Eberhart und Architekt Wilfried Kassarnig (v. l.) (Foto: Jorj Konstantinov)

Architekt Wilfried Kassarnig und die Ursulinen zeigen, wie Denkmalschutz mit Neubau harmoniert.

1.200 Kinder beleben täglich das im Jahr 1900 erbaute Haus der Ursulinen in der Leonhardstraße. Nun können sie sich über noch mehr Platz freuen – wird doch am Freitag um 11 Uhr der neu errichtete Festsaal samt Lerncafé und Buffet sowie der neu gestaltete Innenhof eröffnet. Die WOCHE durfte sich bereits vorab den modernen Bau im denkmalgeschützten Gebäude ansehen.


Bildung, Kultur, Bewegung

"Die Anzahl der Schüler machte die Erweiterung notwendig, und die Steigerung der Qualität war unser oberstes Ziel", erklärt Schwester Andrea Eberhart, Oberin der Ursulinen. "Dabei wollen wir natürlich unseren Schwerpunkten Bildung, Kunst, Kultur, Musik und Bewegung Rechnung tragen", erklärt Eberhart und zeigt auf die Sportgeräte im Innenhof. "So kann die tägliche Bewegungseinheit quasi im Vorbeigehen absolviert werden", lacht die ehemalige Turnprofessorin.

Altsubstanz keine Konkurrenz

Bauherr, Bundesdenkmalamt, Altstadtkommission: Die Interessen dieser drei Beteiligten zu vereinen, nennt Architekt Wilfried Kassarnig als eine der Herausforderungen bei einem Neubau, der sich gut in den Altbau einfügen soll. "Die Bestandarchitektur darf man nicht in Konkurrenz nehmen", meint Kassarnig und erklärt, dass durch Glas eine Verbindung zur Altsubstanz geschaffen wurde, die auch für Tageslicht sorgt.
"Die ähnliche Farbauswahl des Bodenbelags im Innenhof sowie im Inneren schafft einen nahtlosen Übergang", so der Architekt, der auch den Innenhof mit mehr Grüninseln und Sitzgelegenheiten ausgestattet hat. Die Decke des technisch top ausgestatteten Saals wurde von Alfred Resch-Diaz künstlerisch gestaltet. "Auch am Joanneumsviertel, im Spitalsbereich oder der Resowi-Bibliothek sieht man, wie moderne Architektur mit Altbauten gut harmonieren kann", führt Kassarnig aus.

Mehr Raum für alle

Neben dem Festsaal bietet nun auch das neue Buffet und Lerncafé Schülern und Lehrern einen Versammlungsraum. Die Ursulinen setzen beim Buffet auf den sozialökonomischen Verein "SASt", einem Beschäftigungsprojekt für Frauen. "Die Schule wird immer mehr zum Ganztagsbetrieb und durch die neuen Räume sollen sich alle noch mehr wie zu Hause fühlen", erklärt Eberhart abschließend.
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