17.11.2016, 12:06 Uhr

Vor diesen Prüfungen zittert das Resowi

Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften: Am Resowi der Karl-Franzens-Universität Graz stellen sich 9.000 Studierende großen und kleinen Hürden bis zu ihrem Studienabschluss. (Foto: Wikipedia.at - Georg Mittenecker)

Lernen, hoffen, bangen: Wir haben gefragt, was Studierenden am Resowi Kopfzerbrechen bereitet.

„Vier gewinnt!“ – bei manchen Prüfungen ist das für Studierende das vorherrschende Credo. Auch wenn ihnen entgegengehalten wird, dass sie für das Leben und nicht für die Uni lernen, so gilt doch in einigen Fällen: „Hauptsache durch!“ Wir haben uns am Resowi, also bei den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften unter die Studenten gemischt und zur Halbzeit des Wintersemesters nachgefragt, welche Prüfungsbrocken es zu überwinden gilt. Zahlen und Fakten zum Resowi sowie die von den Studierenden am häufigsten genannten Prüfungen sind in der Grafik angeführt.




Quelle: Studierendenstatistik unigrazonline, per 13.11.2016

Juristen und Betriebswirte

„Durchfallquoten von 60 bis 80 Prozent sind bei der Vorlesungsprüfung Wirtschaftsmathematik im Bachelorstudium Betriebswirtschaftslehre keine Seltenheit. Viele knabbern auch an Rechnungswesen“, erzählt Stefan Oprießnig von der SOWI-Fakultätsvertretung. Studierenden der Soziologie stellt die Einführung in die Betriebswirtschaftslehre eine Herausforderung dar.
Und die zukünftigen Juristen? Da können sich im Schnitt rund 40 Prozent über eine positive Note bei den Ausgewählten Kapiteln des Privatrechts, des öffentlichen Rechts und des Strafrechts, freuen. Diese Prüfung mit einem Stoffumfang von weit mehr als tausend Seiten ist neun Wochenstunden wert und eigentlich eine Art Vorgeschmack auf den zweiten Studienabschnitt.
Da warten dann „Klassiker“ wie Bürgerliches Recht, Verwaltungs- und Verfassungsrecht. Wenn dann auch Finanzrecht und Zivilgerichtliches Verfahren geschafft sind, kann ordentlich durchgeatmet werden.

Von Prüfungen und Prüfern


Was wäre das Unileben ohne die dazugehörigen Professoren? Es gibt die strengen, die netten sowie die langweiligen und die anspruchsvollen. Vonseiten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften werden etwa Peter Steiner und Josef Scheff hervorgehoben. Beide werden von den Studierenden sehr geschätzt, da sie fachlich absolut top sind und viel Humor haben. „Jedoch schüchtert das spontane Aufrufen während der Vorlesung einige Studierende ein“, weiß Stefan Oprießnig. Bei der Frage nach strengen Professoren geben sich die Studierenden der Rechtswissenschaften diplomatisch und wollen keine Namen nennen. „Es ist alles sehr individuell“, lautet die Conclusio der Kollegen nach einer angeregten Diskussion.
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