19.12.2017, 17:42 Uhr

Weihnachtsmenü: Es muss nicht immer Karpfen sein

Rosa gebratener Hirschrücken vom Spitzenkoch (Foto: Werner Krug)

Sternekoch Christof Widakovich setzt zu Weihnachten auf Wildspezialitäten.

Weihnachten gilt als die besinnlichste Zeit des Jahres. Gemütliche Stunden mit der Familie oder einfach die Zeit, in sich zu gehen – zu all dem passt nichts so gut wie ausgezeichnetes Essen.

Kindheit am Gaumen

An den Feiertagen muss es nicht immer der altbekannte Karpfen oder die Weihnachtsgans sein, um traditionell zu kochen. Spitzenkoch Christof Widakovich definiert Tradition anders: "Oft geht es nur darum, Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen. Durch das Essen wird man in die Kindheit zurückversetzt."

Keine Grenzen gesetzt

Was seine Auswahl an Speisen für die Weihnachtszeit betrifft, will sich Widakovich nicht nur auf die absoluten "Klassiker" einschränken. Bei den Produkten hat er allerdings klare Vorstellungen: "Dass die Spitzenprodukte von perfekter Qualität sein müssen, ist klar. Aber es müssen nicht immer importierte und überteuerte Zutaten sein." Widakovich setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit.

Qualität vor der Haustür

Der Haubenkoch vom "Schloßberg-Restaurant" und "El Gaucho im Landhaus" setzt für die heurigen Festtage besonders auf eine spezielle Zutat: "Wir befinden uns noch mitten in der Jagdsaison. Das Wild ist nirgendwo besser als bei uns – es ist ein absolutes Qualitätsprodukt und heimisch. Wildgerichte eignen sich perfekt für die Weihnachtszeit." Ein Rezept zu "rosa gebratenem Hirschrücken" finden Sie links.

Widakovich-Rezept: Rosa Hirschrücken

Zutaten (4 Personen):
800 g Hirschrücken
Rosmarin
100 g Steinpilze
Butter, Liebstöckel, Salz, Pfeffer, Jus, 300 g Kerbelknollen, 200 g geklärte Butter, Grazer Trüffel
Zubereitung (rosa gebratener Hirschrücken):
Kerbelknollen schälen, waschen und in der geklärten Butter garen. Anschließend kurz vor dem Anrichten in heißem Öl frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind.
Den Hirschrücken mit Salz und Pfeffer würzen und bei 180 Grad Celsius ca. 4–6 Minuten garen. Anschließend 5 Minuten ziehen lassen. Wieder kurz vor dem Anbraten mit Butter und Rosmarin arosieren. Die Steinpilze gut putzen und grob in Stücke schneiden. Scharf in Öl anbraten, mit Salz, Pfeffer und Liebstöckel würzen.
Den Grazer Trüffel mit einer Trüffelhobel dünn hobeln und auf den geschnittenen Hirschrücken legen. Zum Schluss mit Butter bestreichen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.