08.11.2017, 13:45 Uhr

Wer hat’s erfunden? Eh klar, die Grazer!

Graz ist ein fruchtbarer Boden für Erfinder. (Foto: freepik.com)

Heute wird der Tag der Erfinder gefeiert: Graz hat sich als Ideen-Schmiede etabliert.

Keine Frage, das sogenannte Frequenzsprungverfahren muss man nicht kennen. Es hat aber noch massive Auswirkungen auf die Gegenwart, spielt es doch bis heute in der Mobilfunktechnik (Stichwort Bluetooth) eine nicht unwesentliche Rolle. Was kaum jemand weiß: Die Erfindung geht auf Hedy Lamarr, eine Dame mit österreichisch-amerikanischen Wurzeln, zurück.
Und noch heute wird anlässlich ihres Geburtstages am 9. November in Österreich, Deutschland und der Schweiz der „Tag der Erfinder“ gefeiert.

Ein Land erfindet sich neu

Die Geschichte zeigt es eindrucksvoll: Zahlreiche Erfindungen „made in Austria“ haben im Lauf der vergangenen Jahrzehnte das Leben vieler Menschen verändert. Die Bandbreite an Neuheiten reichte dabei von der Antibabypille (Carl Djerassi) über die Schreibmaschine (Peter Mitterhofer) bis hin zur Mozartkugel (Paul Fürst).
Den österreichischen Erfindergeist aber nur in der Vergangenheit zu verorten, würde der starken rot-weiß-roten Kreativszene nicht gerecht werden. Vor allem Graz hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten „Brutkasten“ für neue Erfindungen und Technologien entwickelt. Das zeigt nicht zuletzt auch die rege Gründertätigkeit, Start-ups sprießen förmlich wie Schwammerl aus dem Boden.

Gutes Gründungs-Umfeld

International erfolgreich ist beispielsweise bereits der achtseitige Würfel von Timeular, der die Zeiterfassung revolutionieren soll. Auch die jungen Unternehmen liimtec, Discovery Books, Sugarfree Savory, Drone Rescue Systems, eologix und easelink beweisen, dass der Gründerboden in Graz sehr fruchtbar ist.
Damit sich Graz auch weiterhin als Erfindungs-Epizentrum positionieren kann, wurde in den vergangenen Jahren vonseiten der Stadt viel getan. So wurden bereits rund 680 Förderungen für Gründer abgewickelt, davon alleine 151 im Vorjahr.
Die Stadt kommt den Jungunternehmern in den Bereichen Miete, Crowdfunding oder via Förderung von symmetrischen Breitbandanschlüssen entgegen. Das N4 Innovationszentrum begleitet junge Unternehmen und bietet darüber hinaus geförderte Büros, der Science Park Graz stellt Infrastruktur und Finanzierung in der frühen Phase vor der Gründung zur Verfügung.

Patentanmeldungen boomen

„Graz zieht Menschen aus aller Welt an, die bei uns erfolgreich Unternehmen gründen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, diesen Menschen als treuer Begleiter auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zur Seite zu stehen. Ein breites Angebot an städtischen Förderungen unterstützt heimische Gründer bei ihren ersten Schritten“, sagt dazu auch Bürgermeister Siegfried Nagl.
Die Saat für weitere erfolgreiche Erfindungen ist also gelegt: Allein im Vorjahr wurden laut Österreichischem Patentamt bereits 15.000 (!) heimische Ideen weltweit abgesichert. Bei den Patentanmeldungen liegt die Steiermark hinter Oberösterreich und Wien auf dem guten dritten Platz. Die Grazer Gründerszene hat da einen nicht unwesentlichen Anteil an der Erfolgs-Story.

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