30.11.2016, 13:27 Uhr

WOCHE-Karrierecoaching mit Doria Pfob: "Wie finde ich meinen Traumjob?"

Beratung der anderen Art: Hanna Schwarzmüller (l.) ließ sich von Doria Pfob (Mitte) im 4er Richtung Liebenau und zurück coachen. WOCHE-Redakteurin Verena Schaupp machte sich Notizen. (Foto: geopho.com)

Im ersten Teil des WOCHE-Karrierecoachings geht es um die Frage, wie man den Job findet, der einen glücklich macht.

Ein Coaching, eine Frage und eine Stunde in der Straßenbahn: Mit der 22-jährigen BWL-Studentin Hanna Schwarzmüller startet die erste Runde des kostenlosen WOCHE-Karrierecoachings mit Expertin Doria Pfob an außergewöhnlichen Orten in Graz.

Was erwarte ich mir?

Nach kurzer Abklärung von Studium und voriger Berufserfahrung der Kandidatin geht es in de Straßenbahnlinie 4 zur Sache. Marketingexpertin Doria Pfob beginnt das Coaching mit den Fragen:
"Was sind Ihre absoluten Stärken, von denen Ihr zukünftiger Arbeitgeber profitieren kann?"
"Welche Themen faszinieren Sie am Studium und im Leben am meisten?" und "Welche Ideen/Vorstellungen haben Sie von einem guten Job?"

Individuelle Glücksstrategie

Nachdem diese Punkte beantwortet sind – neben den Stärken eine Fremdsprache fließend zu beherrschen und präzise wie zeitgerecht zu arbeiten, zählt auch die finanzielle Absicherung zu den Stärken der Kandidatin (Pfob: "Das ist definitiv eine Stärke und dessen sollte man sich bewusst sein!") – wird eine Liste ausgearbeitet. Die Liste umfasst Faktoren, die für Schwarzmüller, um im Beruf glücklich sein zu können, wichtig erscheinen. "Man fasst in der Regel seine sieben wichtigsten Punkte wie Spaß, Verantwortung, Teamgeist etc. zusammen. Diese relevanten Faktoren lassen sich versteckt in jedem Bewerbungsgespräch abprüfen. So weiß man, ob Firma und Job zu einem passen. Die Punkte können mit der Zeit variabel sein, doch die Grundstruktur bleibt eigentlich immer gleich", sagt Pfob. Wichtig sei es vor allem, die Faktoren im Job aufrechtzuerhalten und immer zu überprüfen, sodass man glücklich bleibt in seinem Traumjob.

Wo und warum?

Nach der Erkenntnis, was eine erfüllende Tätigkeit sein könnte, sollte man sich fragen, bei wem und warum man dort arbeiten möchte. "Ob ich nun das Produkt gut finde oder wo arbeiten will, weil es sich gut im Lebenslauf macht. Entscheidend ist: Was lerne ich im Unternehmen und welchen Nutzen gewinne ich? Wenn ich das weiß, steigt auch die Qualität meiner Bewerbung und damit die Chancen auf ein Gespräch." (Tipp von Pfob: Firmen online suchen auf greatplacetowork.at, karriere.at, wko.at oder auf Crowdfunding-Seiten)

Vitamin B ist OK

Viele Menschen scheuen sich davor, Kontakte zu nutzen. "Ich will den Job ja nicht, weil ich wen kenne", sagt auch die Kandidatin. Marketingexpertin Pfob erklärt, dass Chancen genützt werden sollen und Bekannte auch nur weiterempfohlen werden, wenn man ihnen Qualifikationen zutraut. "Sonst fällt das ja schlecht auf einen selbst zurück und das will niemand." Somit darf Vitamin B durchaus genutzt werden. In weiterer Folge ist es auch sinnvoll, sich sein eigenes Netzwerk aufzubauen, das einen beruflich weiterbringt.

Persönliches Coaching-Output:

Hanna Schwarzmüller hat für sich nach dem Coaching erkannt, dass Vitamin B durchaus positiv zu sehen ist, dass man immer auf seine persönlichen Glücksfaktoren im Job achten sollte, dass sie eine Liste potenzieller Arbeitgeber erstellen und sich weitere Schritte für ihre eigene Karriere überlegen wird.

Nächste Coaching-Termine:
2.12. (Thema: Selbstvermarktung der Frau in einer männerdominierten Arbeitswelt) Artikel dazu in der Ausgabe am 7.12.

7.12. (Thema: Wie kann ich mich Arbeitgebern nach zweijähriger Selbständigkeit wieder schmackhaft machen?) Artikel dazu in der Ausgabe am 14.12.

Weitere Termine folgen.

Bewerbungen

mit einer konkreten Jobfrage bitte an:
verena.schaupp@woche.at sowie office@doria.at

Doria Pfob

Ist: Karrierecoach, Universitätslektorin und Marketingberaterin.
Bücher: "HerzensMarken – Im Überfluss gefragt sein", "Der KarriereBestseller – Dein Traumjob ist kein Zufall"
Web: www.doria.at
www.karrieregarage.com
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