26.10.2016, 09:30 Uhr

Die Jagd auf den Grazer Bürgermeister ist eröffnet

Mario Eustacchio, Spitzenkandidat der FPÖ. (Foto: Wohlgemuth)

Die Rathausparteien bringen sich für die Wahl am 5. Februar bereits in Stellung.

Graz wählt. Am 5. Februar 2017 werden die Bürger der Landeshauptstadt also zur Wahlurne schreiten und eine neue Stadtregierung wählen – siehe dazu auch das Interview mit Bürgermeister Siegfried Nagl. Wir haben uns natürlich auch bei den fünf anderen Parteien im Gemeinderat umgehört – und die fühlen sich offensichtlich bereit für die Jagd auf den aktuellen Amtsinhaber.

Mario Eustacchio (FPÖ): FPÖ ist gerüstet für die Neuwahlen im Frühjahr! Unser Ziel ist so stark wie möglich zu werden um in der Kommunalpolitik eine „Politik mit Hausverstand“ umzusetzen. Etwa in der Grazer Budgetpolitik: In erster Linie muss es dabei um die Interessen der Grazerinnen und Grazer gehen. Keine Schuldenmacherei für Fremde aus aller Herren Länder.

Michael Ehmann (SPÖ): Diese Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass eine Partei mit Handschlagsqualität eine noch maßgeblichere Rolle in Graz spielt. Die SPÖ hat ein sozial ausgewogenes Budget verhandelt. Das werden wir auch künftig tun. Mein Ziel: stärker werden.

Elke Kahr (KPÖ):
Der vorgezogene Wahltermin wird notwendig, weil ÖVP, FPÖ und SPÖ die Stimme der Bevölkerung zum Murkraftwerk nicht hören wollen. Wir wollen eine starke Kraft im Gemeinderat bleiben, die für den sozialen Zusammenhalt eintritt und auch etwas erreicht.

Tina Wirnsberger (Grüne):
Bürgermeister Nagl und die machtverwöhnte ÖVP haben nie für eine arbeits- und tragfähige Grundlage innerhalb der Stadtregierung gesorgt und machen seit 2012 Politik von einem Tag auf den nächsten. Das Desinteresse von KPÖ, FPÖ und SPÖ, sich mit den großen Herausforderungen für Graz ernsthaft auseinanderzusetzen und Projekte auf den Boden zu bringen, hat diese inhaltsleere Politik jahrelang ermöglicht. Wir Grüne schauen jetzt nach vorne und auf das, was eine wachsende Stadt braucht. Wir wollen den Schwung aus den letzten Wahlen und auch aus der Bundespräsidentenwahl mitnehmen, wachsen und letztendlich mit mehr Grünen im Gemeinderat vertreten sein, um Graz mitzugestalten.

Philip Pacanda (Piraten):
Wir haben uns schon länger mit einer vorgezogenen Wahl beschäftigt, da sich das doch schon im Sommer abgezeichnet hat. Es triff uns also auf alle Fälle nicht unvorbereitet. Ziel ist natürlich der Wiedereinzug in den Gemeinderat und unseren Anteil auf zumindest zwei Mandate auszuweiten.
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