24.09.2014, 13:11 Uhr

PETITION: „98:2 – Die österreichische Reparatur-Logik”

Österreich lebt nach dem Reparaturmodus; nach dem Motto: zuerst muss man Opfer werden, dann gibt´s Hilfe! Um das zu ändern startet aktivpräventiv gemeinsam mit dem Österreichischen Zentrum für Kriminalprävention die Petition „98:2“. In einem Zeitrahmen von 180 Tagen soll sie (Kriminal-)Prävention tiefer in der Österreichischen Gesellschaft verankern.


Die österreichischen PräventionsexpertInnen gehen davon aus, dass in etwa zwei Prozent für die Gesundheitsförderung und (Kriminal-)Prävention ausgegeben werden! Ein paar „Optimisten“ sprechen von bis zu fünf Prozent! Das heißt, wir erlauben zuerst 98 Prozent Opfer zu werden, um Hilfe zu bekommen und mit zwei Prozent zu verhindern, dass jemand Opfer wird!

Ein wirksames Modell
„(Kriminal-)Prävention kann sicherlich nicht alles lösen, ist aber heute ein wirksames Modell, um Opfer zu verhindern und die Lebensqualität zu steigern“, ist sich Günther Ebenschweiger, Präventionsexperte und treibende Kraft hinter der Petition, sicher. Diese Aussage wird von Metastudien wie dem „Sherman-Report“, die „Blue Prints“, oder das „Düsseldorfer-Gutachten“ eindrucksvoll bewiesen. (Kriminal-)Prävention hilft auch Jung und Alt zu unterstützen, zu fördern und die Menschen mit jenen Lebenskompetenzen auszustatten, die stark genug machten für die Herausforderung der heutigen Zeit und der Zukunft! „In Zeiten, in denen es immer mehr Opfer gibt, kommt der (Kriminal-)Prävention als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe eine immer größere Bedeutung zu“, betont der Experte aus Graz.

Das soll erreicht werden
„Wir wollen unermessliches und tausendfaches Leid verhindern“, bringt Günther Ebenschweiger die Ziele der Petition auf den Punkt. Das Wissen, dass Präventionsmaßnahmen verhindern Opfer zu werden, wird in Österreich nicht ausrechend in die Tat umgesetzt. „Ziel muss sein, dass unsere Steuern nicht nur dafür verwendet werden, auf Kriminalität zu reagieren, sondern auch dafür genutzt werden, die Zukunft unserer Gesellschaft zu verbessern und damit auch unseren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern!“
Der Präventionsexperte sieht auch die Schaffung eines interdisziplinären Kompetenzzentrums als wichtigen Schritt. „Dieses soll die Koordination, Vernetzung und Bewertung von Programmen organisieren und überwachen, um bestehende Programme zu optimieren und zukünftige Programme wirksam zu gestalten!“

Integration in die Ausbildung
Mangelhalft ist der Wissenstand über (Kriminal-)Prävention sowohl in der Bevölkerung als auch in weiten Teilen der Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und in den Medien. „Dadurch sind sie schlechte Vermittler des Präventionsgedankens und motivieren andere nur ungenügend“, weiß Günther Ebenschweiger aus seiner 25jährigen Erfahrung zu berichten. Die Lösung dafür ist eine umfassende Integration von (Kriminal-)Prävention in die verschiedensten Ausbildungen sowie die verpflichtende Fortbildung in den Bereichen, die für Prävention relevant sind.

Fünf Beispiele für fehlende (Kriminal-)Prävention
Anhand von fünf Beispielen, nämlich häuslicher Gewalt, sexueller Missbrauch, Cyber-Mobbing, Sucht sowie SeniorInnen, wird der Bevölkerung via Videobotschaft auf der Homepage www.aktivpraeventiv.at/petition klar gemacht, wie es um die (Kriminal-)Prävention in Österreich steht. Dieser Appell richtet sich auch direkt an die obersten Entscheidungsträger der Politik, den Bundespräsidenten, den Bundeskanzler sowie den Vizekanzler.

Unterstützen Sie diese Petition und zeigen Sie damit Ihre Verantwortung für die Opfervermeidung! Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung – in jeglicher Form.
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