27.09.2016, 11:38 Uhr

9 Runden - 22 Punkte: Sturm festigt Tabellenplatz 1

Graz: UPC-Arena |

Der SK Sturm ist wieder da: Die "Schwoazen" lachen nach 9 Runden mit Punkterekord von der Spitze der österreichischen Bundesliga

Das hätten wohl nicht mal die kühnsten Optimisten in den Reihen des SK Sturms zu träumen gewagt, nach dem 1. Viertel der Meisterschaft liegen die Steirer an der Spitze der Tabelle. 9 Spiele, 22 Punkte, 21 Tore bei nur 6 Gegentoren und nur 1 Niederlage bedeuten 4 Punkte Vorsprung vor dem 2. Red Bull Salzburg und 6 Punkte vor Rapid und Altach. EInen großen Anteil an diesem Erfolgslauf von Sturm hat Günther Kreissl, der neue Sportdirektor stellte den Kader vor der Saison gehörig um und traf mit Transfers wie Uros Matic, Stefan Hierländer, Phillipp Huspek oder Deni Alar im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwarze.

Einen weiteren Anteil am aktuellen Hoch der Mannschaft haben auch Spieler wie Uros Matic oder Deni Alar. Der eine (Matic) verzückt mit Spielintelligenz, Dynamik und Technik, die es in dieser Form ewig nicht mehr in der österreichischen Liga gab. "Porno"-Matic wie der Neuzugang aufgrund seiner Spielweise von den Sturmfans genannt wird, löst mit seinen tödlichen Risiko-Pässen regelmäßig Begeisterung unter dem Sturm-Anhang aus und wurde zurecht sowohl im Juli, als auch im August zum "Blacky des Monats" gewählt. Dieser Spieler ist seit langem einer der besten Mittelfeldakteure, die es in Österreich gab, und wird den Sturm-Fans wohl noch sehr viel Freude bereiten.

Der andere (Alar) blüht nach seiner Ausmusterung bei Rapid in Graz wieder so richtig auf und schießt Tore am laufenden Band. Mit 9 Toren in 8 Saison-EInsätzen führt Deni Alar die Torschützenliste an, egal wo Deni zum Ball kommt, meistens landet er dann im Tor. Derzeit scheint dem 26-Jährigen alles zu gelingen, mit seiner Kaltschnäuzigkeit und Coolness vor dem Tor hat er einen Löwenanteil daran, dass Sturm dort steht, wo man im Moment steht. Doch auch der Rest der Mannschaft muss erwähnt werden, jeder, egal ob Neuzugänge wie Christian Schulz, Stefan Hierländer oder Phillipp Huspek oder Stammspieler der letzten Saison, alle ziehen derzeit an einem Strang. Jeder läuft für den Anderen, alle kämpfen und haben wieder Spaß am Fußball, zusätzlich ist auch das Spielglück in dieser Saison auf der Seite der Schwarz-Weißen. Das alles spielt eine große Rolle für den derzeitigen Erfolg.

Vergessen darf man dabei auch Sturm-Trainer Franco Foda nicht, er scheint im Moment vieles richtig zu machen und ein großartiges Verhältnis zu seinen Spielern zu haben. Die aktuelle Situation ist für den Deutschen nach der herben Kritik der letzten Saison wohl auch eine große Genugtuung, denn alle Foda-Kritiker sind im Moment verstummt. Der Erfolg gibt ihm jedenfalls Recht, auch wenn einige Sturm-Fans nach wie vor der Meinung sind, dass Sturm trotz Foda in dieser Saison so gut ist, eben wegen des exzellent aufgestellten Kaders.

Die Folge: Die Euphorie ist wieder da, das Stadion ist wieder voll (der Zuschauerschnitt liegt derzeit bei 12.000 Zuschauern pro Heimspiel) und die Fans beginnen langsam wieder von Großem zu träumen. Viele sprechen offen über den Meistertitel oder die Champions League, so gab es das in dieser Form schon lang nicht mehr in Graz. Dafür ist es natürlich noch viel zu früh, doch eines steht nach dem 1. Viertel der Meisterschaft fest: Diese Mannschaft ist tatsächlich in der Lage Großes zu erreichen! Zu wünschen wäre es Sturm auf jeden Fall.
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