16.11.2017, 10:00 Uhr

Auf der faulen Haut liegt hier (auch im Winter) keiner

Nicht nur im Sommer kann gebaggert werden: Beach-Hallen machens für Moritz Pristauz und Co. möglich. (Foto: GEPA)

Die WOCHE zeigt, was Grazer Profis im Beachvolleyball, Radfahren und Golfen machen, wenn es draußen kalt wird.

Wenn es eine Sportart gibt, die das ultimative Sommergefühl vermittelt, dann ist es Beachvolleyball. Sand, Sonnenbrillen und Musik haben schon fast denselben Stellenwert wie der Ball, mit dem gespielt wird. Aber was machen die "Sandspieler" im Winter, wenn die Sonne nicht mehr so oft scheint?

Training, Training, Training

Die Saison für Österreichs Beachvolleyball-Asse endet normalerweise mit den Staatsmeisterschaften Ende August. Eine lange Winterpause gibt’s danach aber nicht, sagt der Grazer Profi Moritz Pristauz: "Im September machen wir Urlaub und schauen, dass wir den Kopf freibekommen. Aber schon ab Oktober wird wieder für die nächste Saison trainiert."
Pristauz setzt am Beginn der Vorbereitung gezielt auf Athletiktraining, aber auch Grundtechnik kann schon früh trainiert werden: "Wir haben mit der Beachhalle in Wien perfekte Trainingsbedingungen im ganzen Jahr. Erst später fahren wir dann auf Trainingslager, um mit Sonne und Wind auch unter Wettkampfbedingungen zu arbeiten." Erste Turniere werden dann schon ab Februar gespielt.

Abschläge und Papa-Dienst

Auch den Golfsport verbindet man bei uns nicht unbedingt mit den Wintermonaten. Der Grazer Pro Martin Wiegele ist trotz seiner Aufgaben als Jungpapa (Töchterchen Liliana ist ein halbes Jahr alt) auch jetzt am Trainieren. "Im Moment steht eher das Fitnessstudio am Programm, in Andritz kann ich aber noch gut abschlagen, und am Klockerhof kann man sogar noch das Kurzspiel trainieren", so der 39-Jährige. Bevor seine Saison im März losgeht, will er noch ein Trainingslager in Italien einlegen: "Dort kann man eigentlich das ganze Jahr über Runden spielen."

Stimmbänder trainieren

Voll "im Saft" steht auch Georg Preidler bereits wieder. Eineinhalb Monate nahm sich der 27-Jährige Radprofi nach Saisonende eine Auszeit, mittlerweile strampelt er wieder fleißig Kilometer ab.
"Im Leistungszentrum Monsberger werde ich sehr professionell betreut, den Rest des Tages bin ich am Ergometer oder am Rennrad unterwegs." Motivationslöcher hat Preidler nicht, schließlich fährt er ab Jänner für sein neues französisches Team FDJ. Davor muss aber nicht nur der Körper, sondern auch die Stimme trainiert werden. "Jeder Neue muss ein Lied singen, das wird ziemlich lustig."
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