12.05.2016, 11:55 Uhr

Bundesliga Stadien im Check: Fahrrad-Parkplätze und die Öffi-Erreichbarkeit

Bundesliga Fahrradabstellplätze und Öffi-Erreichbarkeit im Check. (Foto: stux / pixabay.vom)

Wie gut sind Österreichs Bundesliga Stadien umweltfreundlich erreichbar? Das hat der VCÖ nun erhoben.

Das Ergebnis: Bei der Öffi-Erreichbarkeit ist das neue Allianz-Stadion von Rapid der Champion. Die meisten Parkplätze für Fahrräder bietet Red Bull Salzburg seinen Fans, im Verhältnis zu den Zuschauerplätzen ist der Wolfsberger AC Spitzenreiter bei den Fahrrad-Parkplätzen. Der VCÖ betont, dass alle Stadien ihre umweltfreundliche Erreichbarkeit verbessern können.

Bereits mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer kamen heuer zu den Spielen der heimischen Bundesliga. "Es macht für die Umwelt und die Verkehrssituation einen sehr großen Unterschied, ob der Großteil der Fans mit dem Auto zum Match kommt oder umweltfreundlich mit Öffis, Rad oder zu Fuß. Bei einigen Vereinen haben es die Fans besonders schwer, das Stadion umweltfreundlich zu erreichen. Grödig ist auch in diesem Bereich Schlusslicht", stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Lediglich eine Buslinie führt zum Goldberg-Stadion, die Haltestelle ist 400 Meter vom Stadion entfernt. Grödig ist zudem der einzige Verein, der mit 1.500 so viele Pkw-Parkplätze hat wie heuer im Schnitt Fans pro Spiel ins Stadion kamen.

Was die Öffi-Erreichbarkeit angeht, ist Rapid der Champion, betont der VCÖ. Das neue Allianz-Stadion, das am 16. Juli eröffnet wird, ist optimal mit Bahn, S-Bahn, Straßenbahn und Bus erreichbar und nach der U4-Sanierung bringt auch wieder die U-Bahn die Fans der Grün-Weißen in die neue Kathedrale der Grün-Weißen. Das Ausweichstadion von Rapid, das Ernst-Happel-Stadion, ist ebenfalls sehr gut mit den Öffis erreichbar.

Auch die Fans von Austria Wien kommen mit Öffis gut in die Generali-Arena und ab Herbst 2017, wenn die U1 bis Oberlaa verlängert wird, noch besser. Mit den Öffis sind auch die Heimspiele von Admira Wacker und Sturm Graz gut erreichbar. Positiv sieht der VCÖ, dass bei Sturm Graz und Red Bull Salzburg die Eintrittskarte als Fahrschein für die städtischen Öffis gilt. Besitzer einer Jahreskarte von Altach können gratis mit Bus und Bahn zum Heimmatch anreisen.

Für die Fans, die mit dem Rad zum Spiel kommen, bietet Red Bull Salzburg die meisten Fahrrad-Abstellplätze, so der VCÖ. 800 Fahrräder können bei der Red Bull Arena geparkt werden. Auch zum Wolfsberger AC kommen viele Fans mit dem Rad. "Im Verhältnis zu den Zuschauerplätzen hat der WAC sogar die meisten Radabstellplätze", informiert VCÖ-Expertin Rasmussen. Altach liegt bei der Anzahl an Fahrradabstellplätzen pro 1.000 Zuschauerplätzen an dritter Stelle, Ried an vierter. Falls der SK St. Pölten aufsteigt, wird St. Pölten den 4. Platz in dieser Kategorie einnehmen. Sowohl Rapid als auch Austria haben bei den Fahrrad-Abstellplätzen ihrer Stadion einiges aufzuholen.

"Je mehr Fans mit dem Auto ins Stadion kommen, umso mehr Staus und Verkehrsprobleme gibt es, die Umweltbelastung durch Schadstoffe und klimaschädliches CO2 ist dann hoch. Deshalb haben auch die Vereine Verantwortung, dass ihre Stadien gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch mit dem Rad erreichbar sind", stellt VCÖ-Expertin Rasmussen fest. Es braucht dafür konkrete Zielsetzungen sowie Anreize und Unterstützung von den öffentlichen Stellen, damit Maßnahmen rasch umgesetzt werden.


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