14.09.2016, 14:20 Uhr

Der GSV Wacker und das Warten auf den Sieg

Schwört die Mannschaft ein: Für Co-Trainer Fernando Mayer und seine Truppe gab’s aber auch gegen den GSC nichts zu erben. (Foto: Prontolux)

Katastrophenbilanz: Der GSV Wacker wartet seit 465 Tagen auf einen Punktegewinn.

Wissen Sie noch, was Sie am 7. Juni 2015 getan haben? Nun, die Kicker des GSV Wacker wissen es bestimmt. Denn an diesem fast schon historischen Datum haben sie ihren letzten Sieg eingefahren. Zumal das 3:1 über den Grazer Sportklub ihr letzter Punktgewinn überhaupt war. Seit damals, also seit 465 Tagen oder 32 Spielen, hagelte es eine Pleite nach der anderen. Am vergangenen Wochenende kassierte das Schlusslicht der 1. Klasse Mitte-A eine 0:10-Packung gegen den GSC.
"Mit jeder Niederlage wird’s natürlich schwieriger, die Burschen zu motivieren – zumal es ja auch für mich selbst nicht gerade einfach ist, mich jede Woche neu zu motivieren", ist auch Trainer Hans Lechner leicht verzweifelt.
Die Gründe für die Katastrophenbilanz (die letzte Saison beendete der GSV Wacker mit null Punkten aus 26 Spielen und einem Torverhältnis von 19:125) sind vielschichtig: "Zum einen zahlen wir nichts – und nur mit Spaß und Ehre ist’s schwierig, einen Anreiz für Kicker zu schaffen. Und die besseren Spieler sind beim ersten Angebot natürlich weg. Dazu kommt, dass wir sieben Zweier-Mannschaften in unserer Liga haben, die immer wieder Verstärkung von ihrem Einser-Team bekommen."

"Brauchen Zeit"

Und trotzdem sieht Lechner zumindest einen zarten Silberstreif am Horizont. "Es ist faszinierend, wie sich die Mannschaft jedes Mal aufs Neue zusammenrauft. Und von den Anlagen der Kicker sind wir nicht so schlecht – wir brauchen halt Zeit, um eine echte Mannschaft zu werden." Zumal die sportliche Dürreperiode nicht die einzige Sorge für Lechner, der ja auch noch Obmann des Vereins ist, ist. Durch den Neubau der Ballsporthalle musste der GSV Wacker seine Heimstätte, den altehrwürdigen Körnerplatz, verlassen. "Aktuell sind wir sozusagen Untermieter am ASVÖ-Platz. Hier passt’s ganz gut – da der SV Post selbst keine Jugendmannschaften hat, haben wir für unsere insgesamt sechs Teams genug Platz."

Zurück nach Jakomini

Trotzdem will der Klub wieder zurück nach Jakomini, wo er ja auch wichtige Integrationsarbeit leistet. "Uns wurde versprochen, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt", betont Lechner. Geplant ist eine neue Heimstätte am Areal der Kirchner Kaserne. Bis dahin soll dann aber schon der eine oder andere Sieg eingefahren sein.
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