07.06.2017, 09:00 Uhr

Der Young Boy will in die Königsliga

Nach einem schwierigen Start in Bern ist Thorsten Schick am Ende richtig angekommen. Das Ziel bleibt die Champions League. (Foto: GEPA)

Der Grazer Thorsten Schick über den Vizemeistertitel mit Bern, Familienglück und "stürmische" Freude.

Standesgemäß. Mit diesem Wort kann man das Saisonende der Young Boys Bern in der Schweizer Super League wohl am besten beschreiben. Vor den eigenen Fans gab es am vergangenen Wochenende noch ein 2:0 gegen Lausanne, der Vizemeistertitel ist aber schon viel länger festgestanden. Nur einer konnte dieser Partie keinen Stempel mehr aufdrücken: Thorsten Schick war aufgrund einer Gelbsperre zum Zuschauen verdammt.

Aller Anfang ist schwer

Dass der gebürtige Grazer im Endeffekt aber nur sechs Ligaspiele versäumen würde, war vor rund zehn Monaten alles andere als sicher. "Mein Start in Bern war mehr als holprig, ich habe mich leider gleich verletzt", sagt der Ex-Sturm-Spieler.
Nach zahlreichen Kurzeinsätzen hat sich Schick mittlerweile seinen Platz im Team erkämpft. "Ich bin im Endeffekt auf 41 Spiele in vier verschiedenen Wettbewerben gekommen, habe 22 Scorer-Punkte geschafft. Damit kann ich zufrieden sein."

Der Ruf der Heimat

Auf den Lorbeeren ausruhen kann sich der 27-Jährige aber keineswegs. "Die Konkurrenz ist groß, bereits am 21. Juni bittet Coach Adi Hütter wieder zum Trainingsstart. Dann werden die Karten wieder völlig neu gemischt."
Nach der großen Saisonabschlussfeier mit den Fans steht jetzt aber zumindest ein bisschen Urlaub und Entspannung auf der Tagesordnung. "Nachdem mein Kumpel Marco Perchthold heiratet, geht’s einmal nach Graz zurück. Dann freue ich mich auf ein paar Tage mit Freunden und der Familie", sagt der Jung-Papa, der sich in Bern mit Freundin und Kind bereits gut eingelebt hat.

Sturm auf Europa

"Die Stadt ist nicht so groß, aber sehr lebenswert. Wir haben auch eine tolle Fanszene", sagt Schick, der aber zumindest eine Frage nicht mehr hören kann. "Den Unterschied zwischen der österreichischen und der Schweizer Liga kann man nicht so einfach festmachen. Es gibt auch hier Partien vor wenigen Zuschauern, insgesamt ist aber wohl etwas mehr Geld vorhanden."
Auch in Bern würden beim Einzug in die Champions League die Kassen klingeln. "Im Vorjahr waren wir bereits im Playoff, warum sollte nicht mehr möglich sein?"
Für den Grazer waren die Europacup-Einsätze (die ersten seit dem Spiel Kasan gegen Sturm Graz) Goldes wert. "Ich habe gesehen, dass ich mithalten kann."
Bei all dem Stress ist es sich im Lauf der Saison dennoch immer wieder ausgegangen, Spiele seines Ex-Vereins zu verfolgen. "Ich freu’ mich riesig, dass Sturm den dritten Platz geschafft hat." Ein Aufeinandertreffen in Europa ist somit nicht ausgeschlossen ...
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