25.01.2012, 11:56 Uhr

Die „Mafia“ wurde zerschlagen

Sven Klimbacher (links) hält schon bei über 600 Partien in der höchsten österreichischen Eishockeyliga. (Foto: GEPA)
602 Spiele, knapp 200 Punkte, über 600 Strafminuten, neun verschiedene Trainer –Sven Klimbacher ist der EBEL-Rekordmann der 99ers. Kein anderer Grazer Crack hat mehr Partien in Österreichs höchster Spielklasse auf dem Buckel als die Nummer 29. Ligaweit ist Klimbacher auf Rang sieben, die Nummer eins ist der Villacher Roland Kaspitz mit 681 Partien. Klimbacher krönte sein 600. Match letzten Freitag mit einem Tor gegen Jesenice. Wie überhaupt der 30-Jährige in seinem vierten Jahr an der Mur so richtig aufblüht.
Schmankerln gab’s in bisher elf Profijahren einige. „Das Highlight war sicher 2003 der Titel mit Linz. Den haben wir damals ausgerechnet bei meinem Heimatklub Villach fixiert – da bin ich in der letzten Minute nicht mehr wechseln gegangen.“ Den drei Jahren in Linz folgten vier in Innsbruck, wo es vor allem mit Todd Elik auch abseits des Rinks immer „Action“ gab. „Der war ein Wahnsinn! Nach einer harten Nacht hat er zwischendurch einfach aufs Training gepfiffen und am nächsten Tag beim Match einen Hattrick geschossen.“
Unterm Uhrturm fühlt sich Klimbacher mit Freundin Steffi und Sohnemann Samuel jetzt aber (fast) wie daheim. „Obwohl die Kärntner Mafia zerschlagen wurde. Jetzt sind ja nur noch Maxi Wilfan, Artiom Konovalov und ich übrig. Graz ist aber die schönste Stadt – dabei hab ich, als ich hergekommen bin, gar nicht gewusst, dass hier so viel grün ist.“

Sponsor vor Verlängerung
Spielt Klimbacher so weiter wie in den letzten Wochen, sollte seine Vertragsverlängerung nur Formsache sein. Und die 99ers stehen vor der Unterschrift eines weiteren wichtigen Fortführungskontrakts. Mit Namenssponsor „Moser Medical“ steht man kurz vor der Verlängerung. „Moser Medical ist sehr interessiert daran, die Partnerschaft zu verlängern“, bestätigt 99ers-Geschäftsführer Bernd Vollmann.
Hinter den Kulissen hört man, dass mehr oder weniger alles in trockenen Tüchern sein soll. Ein wichtiges Zeichen fürs Eishockey an der Mur. Schließlich lässt sich „Moser Medical“ das Engagement einen sechsstelligen Betrag kosten.
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