06.04.2016, 12:43 Uhr

Die schönen Erinnerungen an Sturm überwiegen

Antreiber: Auch im Mittelfeld von Wacker Innsbruck ist Jürgen Säumel längst das Um und Auf. (Foto: GEPA)

Sturms ehemaliger Mittelfeld-Motor Jürgen Säumel über die EURO, Sturm und Innsbrucks Bundesliga-Ambitionen.

Führungsspieler, Identifikationsfigur, Kapitän – und mit einem Schlag arbeitslos. So ist’s Jürgen Säumel vor mittlerweile fast drei Jahren ergangen. Nach insgesamt 186 Partien für den SK Sturm hat man den heute 31-Jährigen vor der Milanic-Ära eher ungalant abserviert. Über Wiener Neustadt ist der Neumarkter vor der letzten Saison in Innsbruck gelandet.
"Andi Hölzl hat mir wirklich sehr geholfen, die kulturellen und sprachlichen Barrieren schnell zu überwinden", kann Säumel mittlerweile aber längst wieder lachen. "Natürlich war ich damals enttäuscht – vor allem, weil’s ja immer wieder Gespräche gegeben hat, nur auf einmal hat sich dann niemand mehr gerührt. Trotzdem überwiegen nach einem gewissen Abstand die Erinnerungen an die schönen Zeiten, die ich mit Sturm hab erleben dürfen. Dafür bin ich schon sehr dankbar."

Der Traum vom Aufstieg

Längst gilt die volle Konzentration ohnehin "dem Wocka", wie’s auf Tirolerisch heißt. Nach der sensationellen Winterkrone kam da jetzt der "Absturz" auf Rang drei. "Wenn man bedenkt, dass wir in der vorigen Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt fixiert haben, ist diese Platzierung trotzdem noch ein Wahnsinn. Außerdem spielen wir ja noch gegen alle direkten Konkurrenten – es ist also noch immer alles möglich." Mit Trainer Klaus Schmidt und Abwehrchef Christian Deutschmann (Ex-GAK) bildet er so etwas wie die "Kernöl-Enklave" im "Heiligen Land".
"Wegen der Entfernung bin ich leider nur noch selten in Graz – von der aktuellen Sturm-Mannschaft hab ich auch nur noch mit Klem, Gratzei und Ehrenreich zusammengespielt. Viele kenne ich da ja nicht mehr."

Die EURO Karrierehighlight

Als einer von wenigen österreichischen Kickern kennt der ehemalige Italien-Legionär (Torino und Brescia) dafür das Gefühl bei einer Europameisterschaft aufzulaufen – bei der EURO 2008 war er in allen drei Partien im Einsatz. "Das war natürlich mein absolutes Karrierehighlight. Wobei man klar sagen muss, die aktuelle Mannschaft ist viel stärker als wir es damals waren – ich traue ihnen in Frankreich einiges zu."
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