14.06.2017, 07:39 Uhr

Nur die Harten kommen durch

Gibt’s heuer den vierten Sieg von Christoph Strasser beim RAAM? Vorbereitet hat sich der Steirer akribisch. (Foto: Manuel Hausdorfer | lime-art.at)

Christoph Strasser bestreitet zum siebten Mal das Race Across America.

Es ist eine Zahl, die wohl den meisten Hobbysportlern die Nackenhaare aufstellen lässt: Exakt 4.940 Kilometer sind beim legendären Race Across America (RAAM) quer durch die Vereinigten Staaten zu bewältigen. Und egal, wie hart die Strapazen und die Sehnsucht nach Schlaf auch ist, Christoph Strasser tritt ein weiteres Mal in die Pedale. Gestern Abend unserer Zeit ist er im kalifornischen Oceanside zum bereits siebten Mal in das kräftezehrende Abenteuer gestartet.

Vergleich mit Hirscher

Wie eng Sieg und Niederlage bei einem derartigen Rennen beieinander liegen, hat der 34-Jährige bereits am eigenen Leib erfahren. Einerseits kann er sich über eine beeindruckende Siegesquote von 50 Prozent freuen, auf der anderen Seite erreichte der gebürtige Kraubather zwei Mal nicht das Ziel. Auf die Frage, warum man sich diese Belastung Jahr für Jahr antut, hat Strasser eine eindeutige Antwort: "Den Marcel Hirscher fragt auch keiner, warum er jedes Mal wieder den Ganslernhang runterfährt."

Prüfung in der Wüste

Für den Extremradler, der seine Fans während des Rennens über Facebook am Laufenden hält, steht weiterhin der Spaß am Sport im Vordergrund. Dem Zufall hat er nichts überlassen, so gab’s im Vorfeld sowohl ein Höhen- als auch ein Hitzetrainingslager. Gerade die eintönigen Wüstenfahrten verlangen nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist einiges ab. "Da bin ich froh, dass ich ein so tolles Team dabei habe, die müssen mich ablenken."
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