17.09.2014, 08:34 Uhr

Schon bald ein echter Grazer

Pinter-Jubel: Dem Mittelstürmer (l. mit Luke Walker) gelangen in den ersten beiden Partien schon ein Tor und zwei Assists. (Foto: GEPA)
Immerhin fast 48 Stunden währte ein für Eishockey-Graz seltenes Hochgefühl: Die 99ers führten nach dem ersten Spieltag die EBEL-Tabelle an. Ein Spiel und eine vergebene 3:0-Führung gegen Linz später, sind die Grazer Platz eins zwar schon wieder los gewesen, dennoch dürfen die drei Punkte aus den ersten beiden Partien als gelungener Start verbucht werden.

Viele Überraschungen

„Ich war ehrlich gesagt selbst überrascht, wie gut wir gespielt haben. Wir waren giftig, haben stark kombiniert – dabei haben wir in der Vorbereitung zwischendurch echt schlecht ausgeschaut“, ist Philipp Pinter ehrlich. Der Mittelstürmer ist neben Linienpartner Manuel Ganahl und Verteidiger Clemens Unterweger einer von nur drei Österreichern, die von Coach Todd Bjorkstrand in den ersten Partien mehr oder weniger regelmäßig eingesetzt wurden.
Bei einem aufgeblähten Kader von stolzen 30 Spielern (inklusive Try-Out-Kandidaten, wobei Tommy Wilenius schon wieder verabschiedet wurde) wird der eine oder andere also immer wieder auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Auch die mitunter harten Trainingseinheiten von Bjorkstrand waren für viele Cracks Neuland. „So ein Training hab ich auch noch nie erlebt – aber mit der Zeit gewöhnt man sich an alles“, lächelt Pinter. „Der Coach hat eben klare Vorstellungen und seine Linie zieht er auch durch. Er macht zwischen Legionären und Österreichern keinen Unterschied, greift alle gleich an.“

Duelle gegen den „Ex“

Nach dem Heimdoppel zum Auftakt müssen Latendresse und Co. jetzt zweimal auswärts ran – mit morgen Salzburg und Villach am Sonntag geht’s für Pinter zweimal gegen Ex-Klubs. „Der VSV ist zwar mein Heimatverein, aber ich bin mittlerweile schon so lange weg, dass ich da nicht mehr viele Verbindungen habe. In Salzburg hab ich eine schöne Zeit gehabt, aber auch das ist Vergangenheit. Die Salzburger stelle ich mit Wien leicht über die anderen Teams, sie haben vor allem eine überragende Vorbereitung gespielt – drüberfahren werden wir also wohl über beide Mannschaften nicht, verstecken werden wir uns auf der anderen Seite aber auch nicht.“

Schwärmereien

Unterm Uhrturm hat sich der Kärntner jedenfalls bestens eingelebt. „Ich bin einfach froh, in Graz zu sein. Mein Kumpel und Ex-99ers-Spieler Stefan Herzog hat mir ja immer von der Stadt vorgeschwärmt und ich muss sagen, hier passt wirklich alles. Nächste Woche bekomme ich dann auch den Schlüssel für meine neue Wohnung neben der Halle, dann bin ich fast schon ein echter Grazer.“
Abseits des Rinks baut der 29-Jährige schon für die Zeit nach der aktiven Karriere vor. „Gemeinsam mit einem Freund eröffne ich in Klagenfurt ein Cross-Fit-Studio.“ Fit sollte Pinter ja nicht zuletzt durchs Training unter Todd Bjorkstrand sein ...
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